Mittwoch , 28 Juni 2017
DEPRESSION Herbst Winter 2017

DEPRESSION Herbst Winter 2017 MBFW Berlin – MADE FROM A DARKER PLACE

DEPRESSION – Im Rahmen der Mercedes Fashion Week Herbst/Winter 2017 präsentiert das Label DEPRESSION aus Singapur zum erstem Mal seine Kollektion in Berlin und lädt das Publikum in die tiefsten Abgründe der Seele ein.
Gegründet wurde das Label 2006 von dem Designerduo Andrew Loh und Kenny Lim. Die gelernten  Graphikdesigner und Copywriter wurden damals in der Singapurer Arbeitsweit zunehmend deprimiert und lustlos. Sie beschlossen, sich gemeinsam selbstständig zu machen und das Label DEPRESSION zu gründen. Bei der DEPRESSION Herbst Winter 2017 Kollektion ließen sich die beiden Designer von chinesischen Sprichwörtern inspirieren, die Kämpfe und Krieg thematisieren.

Designer Andrew Loh - Kenny Lim depression
Designerduo: Andrew Loh und Kenny Lim

MADE FROM A DARKER PLACE

Das Licht geht aus. Deep House Techno ertönt, flackerndes Neonlicht taucht den Laufsteg des ‚Kaufhaus Jahdorf‘ in grelles Pink und verbreitet eine Underground-Club-Atmosphäre. Nach und nach laufen Models in düsterem Schwarz und lässigem Gang über den Laufsteg. Sie sehen übernächtigt aus, fast krank, die Haare zerzaust, wild zusammengeflochten oder abrasiert. Manche von Ihnen tragen schwarze Augenklappen, auf denen ein silberner Ring befestigt ist.

Die Schnitte sind weit, Kleider und überlange Oberteile werden über Hosen gezogen, sturmmaskenähnliche Krägen und Kapuzen verdecken die Hälfte des Gesichtes. Der Look ist düster, genderless und vor allem eins: schwarz. Nur selten durchbrechen weiße Aufschriften mit ‚MADE FROM A DARKER PLACE‘ und chinesische Schriftzeichen oder Applikationen mit weißen, asiatischen Stickereien das monochrome Dunkel. Ab und an unterstreichen weiße Kreuze in Linienführung auf Socken und Oberteilen die Schienenbeine oder die Wirbelsäule und zeichnen damit das Skelett auf dem Schwarz ab. Die Ärmel der Hemden und die Hosen sind teilweise Raw-Edge verabredet. Asymmetrische Oberteile umhüllen nackte, tätowierte Haut und sind lose um den Körper gebunden. Auffällig oft wird veganes Leder in ganzen Oberteilen oder als Applikation verwendet.

Silberne Reissverschlüsse werden willkürlich als Verzierung eingesetzt, Bänder mit Rundstanznieten bilden Brustgeschirre, sind um Hals um Handgelenke geschnürt oder hängen locker vom Körper. Metallketten werden mit Karabinern an den Körper geschnallt oder hängen vom Hals fast bist zum Boden. Die asiatischen Stickereien finden sich auch in den Accessoires wieder, an Halsketten wirken sie fast wie ein Oberteil. Ein Look, der sehr an die SM Szene erinnert. So auch der Slogan: MADE FROM A DARKER PLACE. Ein schwarzer Traumfänger mit Bändern dieser Aufschrift hängt groß vom Hals eines Models, ein Accessoire das zum Nachdenken anregt.

Andrew Loh und Kenny Lim zeigen den Look der Subkultur, der urbanen underground Gothic-, Punk- und Streetstyle-Szene. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, diese Models an einem Montag Morgen genau so aus dem Berghain stolpern zu sehen. Der Style ist genderless, er ist modern, er ist tragbar – und in Berlin schon angekommen.

Autor: Kyra Stromberg – Fotos: Mercedes-Benz Fashion / Titelfoto: KOWA-Berlin
DEPRESSION Herbst Winter 2017

DEPRESSION Herbst Winter 2017 MBFW Berlin – Runway Fotos

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