Mittwoch , 24 Mai 2017
Fashion-Design-Institut Graduate Show 2016

Fashion-Design-Institut Graduate Show 2016 – Fashion Week Berlin

Am Donnerstag, den 30. Juni 2016 um 11Uhr zeigten die Nachwuchsdesigner vom Fashion Design Institut Düsseldorf (FDI) im Rahmen der Fashion Week Berlin Spring Summer 2017 auf der Panorama Berlin Messe, was sie können und was sie in ihrem sieben semestrigen Modedesignstudium gelernt haben. Am Vortag präsentierte das internationale Label Marc Cain ebenfalls offsite auf der Panorama Berlin, der Messe für richtungsweisende Mode und Lifestyle. Dass sich das FDI-Institut laut CEO Magazine den 16.Platz bei dem Ranking „The Top 100 Fashion Schools In The World“ absolut verdient hat, zeigen die 15 Absolventinnen mit der Präsentation ihrer Abschlusskollektionen.

Autor: Valentina Rost – Foto:KOWA-Berlin/Thomas Schulze

Esther Hofmann eröffnet die Show und begeistert das Publikum mit einem märchenhaft-femininem Couture-Traum namens „Liv“, bestehend aus sechs Kleidern, einem Body und einem Jumpsuit. Die verwendeten Stoffe wie Chiffon, Seide und Tüll hat die junge Designerin alle selbst in zarten Pastell-Tönen gefärbt. Ins Auge fallen vor allem die aufwändigen, filigranen Stoffapplikationen im Brust-, Schulter- und Rückenbereich.

Dimitra Zervos setzt auf Volumen. Ihre Kollektion „Sense&Simplicity“ zeigt versitze Bomberjacken, weit geschnittene Jumpsuits, breite Krägen und abgerundete Schultern in einer harmonischen Farbkombination aus Apricot, Lachs, Creme und Champagner Farben. Die 28-jährige Modeabsolventin punktet nicht nur mit einer innovativen Schnittführung. Auch der bewusst eingesetzte Materialmix sorgt für Aufmerksamkeit. Exklusive Stoffe wie Neopren und Lack unterstreichen den voluminösen Charakter und machen den Look zu einer runden Sache.

Cansu Do nimmt uns mit ihrer Kollektion „Desert Goddess“ mit auf eine orientalische Reise. Die Modedesign-Absolventin hat sich von der afrikanischen Kultur inspirieren lassen und lässt die Models mit Turbanen, Federohrringen, Ketten aus Tierzähnen und mit Fell verzierten High-Heels über den Laufsteg schreiten. Nicht nur bei den Accessoires achtet sie auf Einzelheiten. Auch bei ihrer Mode ist die Liebe zum Detail zu sehen. Geradlinige, zum Teil asymmetrische Schnitte zeichnen ihr Design aus. Fließende, weich fallende, oft plissierte Stoffe symbolisieren die afrikanische Mentalität.

„Was ist gut und was ist böse?“ Diese Frage stellt sich die FDI-Absolventin Johanna Hülsen. In ihrer Kollektion „Edged“ verwendet sie Stoffe wie gelöchertes Leder, Rips und Waffelpiqué. Die zwei gegensätzlichen Seiten -gut und böse- werden mit den Farben schwarz und weiß dargestellt. Es entsteht ein lässig, cooler Look.

Ihren ganz eigene Stoff fertigte Denise Isabel Hahn. Aus pastellfarbener Merino Wolle und einer bestimmten Klebetechnik entsteht ein filzartiges Material, das sie für Kleider, Oberteile und kurze Hosen in ihrer Kollektion „The Day After Yesterday“ verwendet. In Verbindung mit Wollgemischen hat sie einen unverwechselbaren Look geschaffen, mit dem sie auf die Frauenbewegung aufmerksam machen will.

Aileen Wiedemann ließ sich bei ihrer Kollektion von Bildhauern wie Anders Krisar und Alexandra Baumgartner inspirieren, die Menschen auf unterschiedliche Weise darstellen. In ihrer Abschlussarbeit „The And“ thematisiert sie menschliche Beziehungen. Baumwolle, Strick, Leinen, Viskose, Neopren und Frottier dienen der 22-jährigen Jungdesignerin als Material. Mit einer außergewöhnlichen Schnittführung bringt sie die Idee hinter ihrem Design zum Ausdruck. Doppelte Ärmel verdeutlichen das starke Band zwischen zwei Menschen, Klickverschlüsse symbolisieren eine Zusammengehörigkeit, überkreuzte Teile spielen darauf an, dass sich Gegensätze anziehen. Zu sehen ist hier nicht nur Mode, sondern auch eine gesellschaftsorientierte Arbeit.

Natürlichkeit steht bei der Kollektion „Designoid“ von Franziska Wolff im Fokus. Ein cleanes Weiß als Basis trifft auf Beige, Khaki und ein kräftiges Magentapink. Weit geschnittene Seidenpullover mit angenähten Schlaufen aus Wolle, kombiniert mit sportlichen 7/8 Hosen aus Leinen mit vertikalem Spitzeneinsatz zaubern eine lässige, bequeme und vor allem tragbare Mode. Mit romantischen Details wie die Spitze oder Fransen setzt die 23-jährige FDI-Absolventin einen Kontrast zu den strengen, kastigen Schnitten der Kleider und Röcke.

Black and white heißt es bei der albanischen Jungdesignerin Kosovare Neziri, die sich von der Architektur inspirierte. In ihrer Abschlusskollektion „Duality“ kombiniert sie nicht nur die zwei Farben schwarz und weiß miteinander, sondern verbindet auch mehrere Schnitte in einem Look. Auf der einen Seite Kleid, auf der anderen Seite Hosenanzug. Tradition vereint mit modernen Aspekten -ein unverwechselbarer Stil!

Ein sportlich-elegantes Design sehen wir bei der Kollektion „Strike a Pose“ von Lara Beckmann. Sie mischt transparente und blickdichte Stoffe, arbeitet mit Steppstoffen, Mesh und Seide. Helle und freundliche Farben wie creme-weiß und rosa ergeben einen cleanen Look. Passend zu dem sportlichen Stil, ist eine schlichte und einfache Schnittführung vorherrschend. Weiße Turnschuhe unterstreichen die Idee hinter dem Design.

Christine Naß präsentiert ihre Kollektion „MS Vane“. Ein reines Beiges, ein dunkles Braun und ein Rostrot erzeugen eine harmonische Farbpalette. Transparente, zarte, fließende Stoffe, die zu bodenlangen Kleidern gefertigt wurden, stehen kräftigeren, blickdichten Stoffen gegenüber, die die Absolventin bei Hosen und Mänteln verwendete. Eyecatcher sind Bustiers, die über die Outfits gezogen wurden und mit kleinen Zahnrädern bestickt sind. 

„Cote Blanc“ (französisch: weiße Seite) ist der Name der achtteiligen Kollektion von Büsra Döger.
Wie es der Name schon verrät ist ein reines Weiß die Basisfarbe ihrer Abschlussarbeit. Gearbeitet hat die 24-Jährige hauptsächlich mit fließenden Stoffen wie Crêpe, hochwertigem Tüll und Chiffon. Saumverschönerungen aus schimmernden Perlen, enganliegender, glitzernder Hals- und Ohrschmuck, silberne Taschen und Schuhe sind ein weiterer Eyecatcher in dem innovativen Design und vervollständigen den Look.

„Stockholm Syndrome“ heißt die Kollektion von Sarah Steffens. Die Nachwuchsdesignerin ist fasziniert von der Medizin, der menschlichen Psyche und dessen Erkrankungen. Echtleder, Baumwoll- und Wollgemische, Viskose, Polyester und transparente Stoffe in gedeckten Farben sind vorherrschend und eigenen sich durch eine klare, gerade Schnittführung für Männer und Frauen. Ein puristischer und minimalistischer Look, der überzeugt.

Laura Westerbeek arbeitete bei ihrer Abschlussarbeit „female Rebel“ mit bordeauxfarbenem Lackleder, Baumwolle, Wollgemische und Seide. Wickelkleider, Bundfaltenhosen mit Blusen,… Ein dunkles Blau, Bordeaux und ein gräuliches Creme ergeben eine harmonische Farbfamilie. Accessoires wie trendige Rucksäcke und Clutch-Taschen runden den rebellisch-minimalistischen Look ab.

Aylin Karakoc zeigt uns mit ihrer Kollektion „Triangulation“ einen futuristischen Look. Wie sie es FashionStreet Berlin berichtet, war ihr eine digitale Struktur bei der Fertigung ihrer Abschlussarbeit sehr wichtig. Aus weißen und hellblauen Funktionsstoffen, mit Dreiecken aus Verdunklungstoffen auf Tüll und 3D-Dreiecken entsteht ein geometrisches und eckiges Design. Hohe Krägen sind ein absoluter Eyecatcher.

Mit einem Hauch Bondagde-Style überzeugt Ruba Mo das Publikum. Stoffe wie Leder, Lackleder und Baumwollstoffe hat sie in ihrer Kollektion „Cutt“ verwendet. Lederriemen sind über die Outfits gezogen und unterstreichen ein modernes und ausgefallenes Aussehen. Milde Farben wie Nute-Töne, Peach und ein reines Weiß stimmen auf die warme Jahreszeit ein. Innovation erreicht die Jungdesignerin mit Doppelkrägen und Ärmeln in Überlänge. Lacklederaccessoires wie enge Halsketten, Armbänder und Handtaschen runden den eleganten Bondage-Style-Look ab.

Fashionstreet Berlin bedankt sich für eine tolle Show und wünscht allen Absolventinnen alles Gute für die Zukunft in der Modewelt! Vielleicht sehen wir nächstes Jahr das ein oder andere Gesicht wieder, wenn es in der deutschen Hauptstadt erneut heißt: Fashion meets Runway!

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