202030 - The Berlin Fashion Summit

202030 – The Berlin Fashion Summit geht in die zweite Runde! – #MBFW SS22

Nach dem erfolgreichen Start der Plattform im Januar, findet nun die zweite Ausgabe vom 07.09.21 bis zum 09.09.21 ebenfalls digital statt. Auf dem 202030 – The Berlin Fashion Summit treten Kreative Innovatoren mit Interessenvertretern der Branche in einen konstruktiven Diskurs. Organisiert wird die Veranstaltung vom studio MM04 in Kooperation mit Sqetch und dem Beneficial Design Institute. 

202030 – The Berlin Fashion Summit

Auch dieses Jahr besteht das Programm aus zwei Teilen: dem Pop Up Think Tank, in dem Experten vorab in geschlossener Runde über verschiedene Themen und Ansätze diskutieren und dem öffentlichen Part, bei dem ausgewählte Beiträge einem breiten Publikum präsentiert werden. Dabei liegen die Schwerpunkte auf Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität. Der Summit ist kostenlos für jeden zugänglich. Wer die Veranstaltung am 08.09.2021 verpasst hat, kann sich eine Zusammenfassung des Tages online anschauen:

Lokale Ökosysteme – Tag 2 @ The Berlin Fashion Summit

Nachdem der erste Tag sich um Kreislaufsysteme drehte, widmet sich der zweite Tag thematisch lokalen Ökosystemen – “Wie lassen sich positive Auswirkungen organisieren und fördern?”. Das Programm wurde über die Videoplattform vimeo livegestreamt und von Max Gilgenmann vom studio MM04 moderiert. Im Gegensatz zum Winter gab es jedoch keinen Livechat, in dem man andere Teilnehmer aus der Modebranche kennenlernen und sich gemeinsam austauschen konnte.

Der Fokus lag auf lokalen Ökosystemen hier in Berlin, aber auch auf ihrer Verbindung zu der globalen Modeindustrie. Erfrischend war die Ehrlichkeit, mit der gesprochen wurde. So hielt Orsola de Castro von der globalen Bewegung Fashion Revolution in ihrer Keynote der Modeindustrie radikal den Spiegel vor: Wir kaufen alle in den gleichen Läden auf denselben High Streets und kleiden uns alle gleich. Sie sieht mehr Potential in kleineren Labels, die stark mit ihren Kunden interagieren und sie dazu ermutigen, mehr über ihre Kleidung zu erfahren. Es beginnt im Kleinen. Sobald die Kunden erwarten, zu erfahren, woraus ihre Kleidung  besteht, wer sie gefertigt hat und wo, erhöhen sich die Chancen, dass große Marken ebenfalls mitziehen.

Berlin hat Potential für eine zirkuläre Modebranche

Doch welche nachhaltigen Ökosysteme gibt es schon in Berlin? Christine Henseling vom IZT – Institute for Future Studies and Technology Assessment präsentierte die Ergebnisse einer Studie, die die zirkuläre Mode, Textilproduktion und -verwendung in Berlin analysierte. Aufgegliedert nach den Kreislaufstrategien Life cycle designing, dem Verlängern der Lebensdauer von Produkten, der Intensivierung der Nutzung und der Wiederverwendung von Materialien wurden verschiedene Berliner Beispiele gefunden. Das Fazit: Berlin hat definitiv Potential für zirkuläre Mode und Textilien, jedoch fehlen noch einige essentielle Informationen. Zum Beispiel wie viele Tonnen an recyclebaren Textilien es jährlich in Berlin gibt.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch der Think Tank “Local ecosystems – how to organise and foster positive impact?”. Darin wurde die Modebranche als eigenes Ökosystem betrachtet und Bereiche identifiziert, die noch Entwicklung bedürfen. Konstruktive Vorschläge zu einer Verbesserung sind: Eine Cross-Sector Plattform zum Vernetzen, ein Co-Creation Lab für einen engeren Kreislauf und eine besondere Ausrüstung für eine lokale Kreislaufproduktion.

Veränderung im Kleinen beginnen – Kopenhagen als Vorbild

Seitdem die Copenhagen Fashion Week ihre 2023 Sustainability Requirements erlassen hat, gilt sie als Vorbild für Veränderung. Im Gespräch mit Clare Press (u.a. Journalistin, Autorin, Podcasterin), moderiert von Geraldine de Bastion, erzählt Cecilie Thorsmark (CEO Copenhagen Fahion Week) von der nachhaltigen Umgestaltung der Modewoche. Sie nimmt sie als große Plattform wahr, die zu mehr Innovation führen kann. Gemeinsam mit dem Sustainability Advisory Board der Modewoche hat sie nachhaltige Minimumstandards und -ziele entwickelt, die von den partizipieren Labels erfüllt werden müssen. Erst dann dürfen sie auf der Fashion Week zeigen.

Der Rahmen um diese weniger etablierte Modestadt ermöglicht, solche Ziele auszuprobieren und umzusetzen. Nichtsdestotrotz ist die globale Gemeinschaft beziehungsweise das globale Ökosystem für die Zukunft essentiell, vor allem, um Wissen zu teilen. Clare Press blick jedoch positiv gestimmt in die Zukunft. Eine jüngere Generation steht in den Startlöchern und Nachhaltigkeit ist in ihrem Verständnis von Mode und ihrem Denken schon ganz anders verankert.

Autorin: Charlotte Westphal – Foto: fsb/PR

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