Berlin, 1. Februar 2026 – Im Rahmen der Berlin Fashion Week im MOA Hotel präsentiert das Label b.a.r.e. seine 11. Kollektion. „Soft Power“ ist eine ruhige Rebellion gegen die Lautstärke der Welt.
Nicht jede Form von Stärke ist laut. Während die Modewelt oft nach Dominanz und Aufmerksamkeit schreit, wählten die Studierenden der Business & Law School Berlin einen anderen Weg. Im pulsierenden Ambiente des MOA Hotels bewies das Label b.a.r.e., dass wahre Kraft aus Sensibilität, Präsenz und innerer Klarheit erwächst.
Ein kontinuierlicher Dialog
Seit 2017 bewegt sich b.a.r.e. bewusst im „Dazwischen“ – zwischen Gestaltung und Haltung, zwischen Mode und Aussage. Als fortlaufendes kreatives Projekt der Fakultät Creative Business wird das Label von Generation zu Generation weitergegeben. Jede neue Gruppe von Studierenden greift die bestehende DNA auf und entwickelt sie offen, kritisch und bewusst weiter. So entsteht Mode nicht als reines Produkt, sondern als kollektiver Prozess.
Die Ästhetik der Zurückhaltung
Die Kollektion „Soft Power“ nähert sich dem Begriff der Stärke aus einer stillen Perspektive. Die Looks, gefertigt aus zarten Stoffen und weichen Silhouetten, suchen nicht nach dem schnellen “wow Effekt”, sondern nach Resonanz – nach einem Moment, der bleibt.
Transparente Layers: Sie erzeugen eine feine, aber spürbare Präsenz.
Gegensätze als Einheit: In den Entwürfen trifft Sanftheit auf Entschlossenheit, Ruhe auf Energie und Verletzlichkeit auf klaren Ausdruck.
Kleidung als Medium: Mode wird hier nicht als Mittel der Dominanz verstanden, sondern als Ausdruck von Selbstverständnis und Unabhängigkeit.
Politische Tiefe: Die leise Botschaft
Politisch ist „Soft Power“ vor allem feministisch geprägt. Die Kollektion greift Impulse aus Bewegungen auf, in denen Kleidung seit jeher ein Teil von Sichtbarkeit und Selbstermächtigung war – von den frühen feministischen Demonstrationen bis hin zu zeitgenössischen Vorbildern.
Diese Einflüsse werden jedoch nicht plakativ zitiert, sondern atmosphärisch übersetzt. Es ist die Erinnerung daran, dass leise Botschaften ebenso wirksam sein können wie laute Forderungen. Im MOA Hotel wurde deutlich: Die „Soft Power“ von b.a.r.e. ist die Kraft der Evolution. Kleidung soll hierbei nicht Mittel der Dominanz darstellen, sondern sie dient als Medium, die durch Präsenz Wirkung zeigt.
Autorin: Lina Reinhard – Fotos: KOWA-Berlin
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