Der Charme von Haute Couture

Der Charme von Haute Couture

Kaum ein Begriff prägte die Modeszene so sehr wie die Haute Couture. Selbst der Laie kennt diese zwei Worte zumindest vom Hören und denkt dabei sofort an die schillernde Welt der Models und der High-Fashion. Haute Couture ist viel mehr als bloße Maßschneiderei, sie ist das Höchste am Modehimmel. Die Designerkleidung besteht nicht nur aus luxuriösen Materialien, sie ist auch dementsprechend teuer. Doch wer glaubt, Haute Couture gibt es nur für die Prominenz, der irrt. Wer es sich leisten kann, kleidet sich wie die ganz großen Stars.

Ein Hauch von High-Fashion mitten in Berlin

Luxuriöse Mode vom Feinsten gibt es auch in den exklusiven Berliner Shopping-Meilen. Selbst wenn vieles in den edlen Boutiquen nicht maßgeschneidert ist, so handelt es sich doch um extravagante Ware mit unverkennbarer Noblesse. Bei Modefans beliebt ist zum Beispiel die Friedrichstraße im Zentrum von Berlin. Ein Bummel durch diese Straße bietet interessante Einblicke in die fantastische Welt der Mode, und für Menschen mit passendem Budget die Chance, ein oder auch mehrere besonders schöne Stücke zu ergattern. Wer seine Kleidung nicht vor Ort kaufen möchte, kann das jederzeit im Internet tun. Online sind auch die ganz Großen der Modeszene vertreten. Neben Gucci, Dior, Armani und Chanel sorgt Valentino für Furore.

Seit den frühen 60er Jahren begeistert das Modehaus von Giancarlo Giammeti und Valentino Garavani mit italienischem Charme und unverkennbaren Dolce-Vita-Akzenten. Die Mode lebt von ihrer Eleganz und Sinnlichkeit. Legendär sind die weiße Kollektion und das charakteristische Valentino-Rot. Retro-Glamour sowie raffiniert gesetzte Knoten und Falten gelten als das Merkmal dieser speziellen Ästhetik. Valentino Garavani war Schüler der Ecole de la Chambre Syndicale de la Couture Parisienne, einer Modeschule des Haute Couture-Verbands. Neben Haute Couture bietet Valentino auch Konfektionskleidung sowie Lederwaren, Accessoires, Schmuck und Parfüms, die perfekt zu den Kollektionen passen. In Damenmode von Valentino präsentierten sich zahlreiche Stars der Öffentlichkeit, zum Beispiel Elizabeth Taylor, Audrey Hepburn, Ornella Muti, Sharon Stone, Jacqueline Kennedy, Sophia Loren und Lady Diana. Kurzum, Valentino ist wie viele andere Marken der Haute Couture tief im Jet Set verankert.

Was ist eigentlich Haute Couture?

Die Mode von Valentino zählt wie jene von Dior, Armani, Gucci und Chanel zur sogenannten Haute Couture. Diese Bezeichnung tragen nur Kleidungsstücke, die aus den besten Ateliers der Welt stammen. Bekannte Lokalitäten, die man sofort damit in Verbindung bringt, sind Paris, Mailand, New York und London. Valentino selbst stammte aus Rom. Sein Unternehmen sitzt in Mailand. Dennoch gehört nicht jede teure Mode zur Haute Couture, denn die Kriterien sind streng. Der Begriff „Haute Couture“ stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „gehobene Schneiderei“. Sie unterscheidet sich von der Prêt-à-porter-Mode durch eine detaillierte Maßarbeit. Doch das ist bei weitem nicht alles. Ganz klar ist Haute Couture teuer und aus besonders hochwertigen Materialien gefertigt. Dennoch verleiht Luxus allein einem Kleidungsstück nicht diese Klasse.

Als Maison de Couture dürfen sich eigentlich nur solche Modehäuser bezeichnen, die dem Pariser Verband „Chambre Syndicale de la Haute Couture“ beziehungsweise „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“ angehören und von diesem den Titel verliehen bekamen. „Haute Couture“ ist eine Auszeichnung, ein Prädikat, dass sich ein Modeschöpfer erst verdienen muss. Es handelt sich somit um einen geschützten Begriff. Neben der französischen Haute Couture gibt es weitere Begriffe für Kreationen der gehobenen Schneiderkunst. In London ist das die Savile Row und in Rom die AltaModa, eine inzwischen in Anlehnung an den Veranstaltungsort in „AltaRoma“ umbenannte Modenschau. Die Haute Couture geht auf den Engländer Charles Frederick Worth zurück. Dieser gründete in den Jahren 1857 bis 1858 ein Modehaus in Paris. Die dort verkauften Modelle waren sehr edel und auch teuer und somit nur einer gut situierten Kundschaft vorbehalten. Zu den treuen Kundinnen gehörten Königin Victoria, Kaiserin Eugénie, Fürstin Pauline von Metternich und auch Kaiserin Sisi von Österreich.

Später beeinflussten international bekannte Modeschöpfer wie Christian Dior, Yves Saint Laurent und Coco Chanel die Haute Couture maßgeblich und machten Paris zu einem Zentrum der Luxusmode. Die Designer der Haute Couture präsentieren ihre handgefertigten Kreationen zweimal jährlich auf den in Paris stattfindenden Modeschauen. Mitglieder im Modeverband müssen strenge Kriterien erfüllen, um ihre Kleidung als „Haute Couture“ vermarkten zu können. Vorgeschrieben ist zum Beispiel ein Maßatelier mit mindestens 20 vollzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Außerdem müssen die Modehäuser mindestens 35 verschiedene handgearbeitete Modelle für Abend- und Tagesmode als Unikate bei den Haute-Couture-Modeschauen präsentieren. Der Unternehmenshauptsitz in Paris ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von dieser Regel.

Autor: Fashionstreet – Foto: © Andrey Kiselev/ 123RF.com

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