ESTETHICA TALK SS23 BFW

ESTETHICA TALK MBFW BERLIN SS 23 – INNOVATION, NEW LUXURY AND SUSTAINABILITY

Die Mercedes-Benz Fashion Week hat am 7. September 2022 erneut in das Telegraphenamt zu dem Panel Talk ESTETHICA TALK MBFW BERLIN SS23 mit dem Thema “Innovation, New Luxury and Sustainability” in Berlin eingeladen. Der Moderator Manuel Almeida Vergara hat mit Gästen aus der Welt von Agenturen und Designern über die Zukunft der Mode- und Textilindustrie gesprochen. Zu Gast waren Orsola de Castro, Waridi Schrobsdorff, Sascha Huth sowie Dennis Chuene.

SPRECHT MITEINANDER, HÖRT EINANDER ZU, KONSUMIERT BEWUSSTER!

Die erste Frage, welche der Moderator in die Runde wirft, ist an die Kenianerin Schrobsdorff gerichtet. Vergara möchte wissen, inwiefern sich die europäische Mode-und Textilindustrie zukünftig an der afrikanischen Modebranche orientieren sollte. Vergara vertritt in diesem Kontext ein klares Statement: “Investiere in die Förderung Deiner Talente und vergiss Deine Wurzeln nicht!”. Die Mission der meisten afrikanischen Desigern liegt in der Verknüpfung ihrer Identität, Designsprache und Kooperationspartnern. In ganz Afrika wird “Support your locals!” unabhängig von dem Pandemiegeschehen großgeschrieben. Der Fokus der afrikanischen Mode- und Textilindustrie liegt auf der Einsparung von Ressourcen, gegenseitiger Inspiration  sowie dem regen Austausch mit den jeweiligen Communities. Somit sprechen sich afrikanische Designer gegen Massenproduktion und Schnelllebigkeit aus.

An diesem Punkt knüpft Modedesigner Chuene an. Er bekräftigt die vorangegangen Aussagen mit den Worten “In meiner Heimat schauen wir zuerst nach den vorhandenen Ressourcen, erst dann beginnen wir mit unserem Designprozess!”. In diesem Zusammenhang beschreibt Chuene Deutschland, insbesondere Berlin, als einen Ort der unbegrenzten Freiheiten, welcher zu einem beängstigten Größenwahn animieren kann. Afrika hingegen stellt er mit der Metapher von gelebter Diversität und Kreativität gleich. Demnach gehört Afrika zu einem der wenigen Orte, an denen die Hintergründe der Mode eine entscheidende Rolle spielen.

ESTETHICA TALK FORDERT CIRCLE OF KINDNESS AND BIGGER HUGS

Die nächste Frage mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung und neuen Technologien ist an die Upcyclistin, Modedesignerin und Autorin de Castro gerichtet. Ihrer Meinung lassen sich Slow Fashion und Innovationen bestmöglich verbinden, da “Beauty of Fashion” heutzutage so vielfältig wie nie zuvor ist. So betitelt sie das Thema der Nachhaltigkeit als “Mutter der individuellen Kreativität”. Jedoch warnt auch de Castro vor dem Drang nach Beschleunigung und Konkurrenzdenken. So appelliert die Designerin an die Unternehmens- sowie Konsumentenseite, über den Tellerrand zu schauen – und das nicht nur im Hinblick auf die vergangenen 30 Jahre. In den Austausch gehen, Rücksicht auf einander nehmen und sich achtsam und bewusst an der Wirtschaft beteiligen – das sind die Grundbausteine für eine zukunftsorientierte Mode- und Textilindustrie.

Auch der Berliner Künstler Huth befürwortet das ganzheitlichen Denken im Bezug auf gelebte Nachhaltigkeit in der Fashionindustrie. Für ihn ist nicht nur die Wertschöpfungskette der Produktes entscheidend, sondern auch die Selbstreflexion und der Umgang seitens der Konsumenten.

Abschließend gehen die Beteiligten gemeinsam mit einer Message aus dem regen Panel Talk: “Geht selbstbewusst voraus, reflektiert Euer Mindset und schließt Euch zusammen, um Großes zu bewirken!”.

Autor: Nina-Marie Korsch – Foto: Nina-Marie Korsch @ ESTETHICA TALK MBFW BERLIN SS23

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