Guido Maria Kretschmer geht neue Wege!

Mit seiner exklusiv für eBay entworfenen „Weekend“-Kollektion demokratisiert der Designer die Mode

Guido Maria Kretschmar – kaum ein Modedesigner begeistert so sehr mit seinem Charme, seinem Witz und vor allem mit seiner Bodenständigkeit. Und spätestens seit dem Beginn des TV-Erfolgskonzepts „Shopping Queen“ möchte fast jede deutsche Frau mindestens ein Teil von Guido in ihrem Kleiderschrank zu hängen haben. Dieser Wunsch kann jetzt erfüllt werden. Für das Internetauktionshaus eBay hat der Designer eine exklusive limitierte Kollektion entworfen. Das Thema: das perfekte Wochenende. Entstanden sind 20 sommerlich legere Looks für die nicht allzu experimentierfreudige Frau. Bikinis, Kleider und Blusen, ein Einteiler, aber auch diverse Accessoires wie Schal und Clutch sind in monochromen Farbkombinationen wie Schwarz/Weiß und gehalten. Eine risikofreie Kollektion für jeden Typ Frau. Aber gerade das war Kretschmer wichtig. Die Designs sind unkompliziert und sollen für ein paar entspannte freie Tage sorgen. „Ich denke, dass jeder diese Teile tragen kann“, sagt Kretschmer selbst.

Foto: MEINWELTDurch die Kooperation mit eBay kann nun auch jeder der möchte, einen echten Guido Maria Kretschmar haben. Preise von 49 bis 199 Euro machen die Designerteile erschwinglich und damit weniger elitär. „Ich bin, genau wie eBay, nah am Volk und interessiert am Zeitgeist. eBay ist Zeitgeist, außerdem bin ich selbst aktiver User und begeistert von der Community“, erklärt Kretschmer seine Zusammenarbeit mit dem Internetriesen und schlägt damit ähnliche Wege ein, wie andere Modedesigner zuvor, die ihre Zielgruppen erweitern, Mode allen zugänglich machen möchten. Angefangen hat die „Demokratisierung“ der Mode mit der Kooperation von Karl Lagerfeld und dem Textilriesen H&M. Es folgten Modegrößen wie Marni, Versace, Maison Martin Margiela und im kommenden November Isabel Marant. Designermode für die Masse. Plötzlich konnte jeder echtes Design für günstiges Geld kaufen und der Bekanntheitsgrad der kooperierenden Labels stieg rasant, das Konzept geht auf. Dass darunter auch oft  die Qualität der Teile zu Leiden hat, rückt dabei oft in den Hintergrund. Karl Lagerfeld zum Beispiel stand sogar kurz davor, seine Kollektion für H&M zurückzuziehen. Designs solch miserabler Qualitäten sollten nicht unter seinem Namen verkauft werden. Damit dürfte Kretschmer aber keine Probleme bekommen. Die Teile der „Weekend“-Kollektion sind ausschließlich in Europa und aus hochwertigen Stoffen wie Seide, Leder Canvas und Viscose gefertigt.

Doch Kretschmer geht noch einen Schritt weiter als seine Kollegen. Neu ist, dass sich  jeder Interessierte an dieser Kollektion beteiligen konnte. Das Stichwort: Crowdsourcing. Schon im April stellte der Designer die 20-teilige Kollektion in Berlin vor. Über das Internet konnten die eBay-User dann abstimmen, welche zwölf Teile wirklich produziert und über die Plattform verkauft werden sollten. „Ich denke nicht nur an die Leute, die es später kaufen werden“ sagt Kretschmer. „Ich finde es auch wichtig und respektvoll, wenn ich den Frauen zu Hause die Möglichkeit biete teilzunehmen, selbst zu entscheiden, was sie tragen möchten, zu sagen was Trend ist. Und selbst, wenn sie sich die Teile nicht leisten können, haben sie doch mitentschieden. Das ist für mich Demokratie.“

So nobel und demokratisch das auch erscheinen mag, es lässt sich nicht leugnen, dass sich hinter Kooperationen wie diesen, fast immer ein finanzieller Hintergedanke verbirgt. Das ist keinesfalls verwerflich, denn international noch nicht bekannte und erfolgreiche Modelabels haben oft Schwierigkeiten ihre Arbeit überhaupt zu finanzieren. Durch den Verkauf ihrer Kollektionen erwirtschaften sie kaum die Kosten für die verbrauchten Materialien. Kooperationen mit großen Unternehmen retten die Designer also vor dem finanziellen Untergang und sind vor allem in der deutschen Modelandschaft keine Seltenheit: LaLa Berlin arbeitet mit dem Beauty-Konzern Douglas zusammen, Kaviar Gauche mit dem Online-Shop Zalando und finanzierten sich damit ihr Defilee zur Pariser Fashion Week Anfang des Jahres und selbst Michael Michalsky finanziert sein Label über die Mitch & Co.- Kollektionen für Tschibo. Gewonnen haben dabei beide Parteien. Der Designer bekommt eine Finanzspritze und eine Plattform, sich zu präsentieren, das Unternehmen erhält etwas von dem vermarktungsfähigen Image des Labels.

Und so erhält auch eBay durch die Zusammenarbeit mit Guido Maria Kretschmer einen Hauch von Fashion. Dass nach nur zwei Tagen nach Verkaufsbeginn über die Hälfte der „Weekend“-Kollektion ausverkauft ist, beweist, dass das Konzept erfolgreich aufgegangen ist.

(Text: Alexander La Guma – Fotos: MEINWELT, ebay)

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