Dienstag , 4 August 2020
Kaviar-Gauche-Portrait-Winter-2014

Kaviar Gauche: Ein Portrait

Die Erfolgsgeschichte von Kaviar Gauche begann im Januar 2004 in einer kleinen Wohnung mit Aussentoilette in Berlin Mitte. Eingemietet hatten sich dort die beiden Jungdesignerinnen Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler. Mit wenig Budget, viel Talent und der Vision vom eigenen Label im Kopf. Jetzt- zehn Jahre später- feierte Kaviar Gauche sein Jubiläum Anfang des Jahres mit einer Show auf der Pariser Fashionweek. Mittlerweile gilt das Label als das internationale Vorzeigekind der deutschen Modebranche.

Die ersten Erfolge verbuchten Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler allerdings nicht in ihrer Heimatstadt Berlin. So verkauften sie ihre Luxus-Kreationen aus Kleidung, Taschen und Accessoires die ersten drei Jahre fast ausschliesslich ins Ausland. Erst nach und nach wurden auch die deutsche Modelandschaft auf die Kollektionen der Designerinnen aufmerksam. Mittlerweile zeigen sich Stars wie Heike Makatsch oder Karoline Herfurth regelmäßig in den elfenhaften Roben des Labels.

Kaviar Gauche, das steht nach den Aussagen der Modemacherinnen selbst für Kontraste: Zerbrechlichkeit meets Stärke. Dies zeigt sich auch immer wieder in den, für Kaviar Gauche typischen Kollektionen: Fließende Stoffe wie Seide und Spitze in Puderfarben oder weiß, gepaart mit schweren Materialien wie Leder. Auf Farbexperimente trifft man bei den Kaviar-Gauche-Shows ohnehin eher selten. Die Kombination aus Schwarz und Weiß ist fast zu einer Signatur des Labels geworden. Pink, so die Designerinnen, wird es bei Kaviar Gauche niemals geben.

Das Label ist mit den Jahren gewachsen: Nachdem viele Kundinnen nach Anfertigungen für Brautkleider fragten, entschied sich das Duo im Jahr 2009 für die Einführung einer Bridal-Couture-Linie, die mittlerweile international große Erfolge feiert und heute meist automatisch mit Kaviar Gauche in Verbindung gebracht wird.

Und auch jenseits der Prêt-à-porter kommen Fans von Kaviar Gauche auf ihren Geschmack: So kollaborierten die Designerinnen mehrfach mit Marken aus der „Mitte der Gesellschaft“, wie dem Schuhhändler “Görtz” oder dem Online-Versand-Haus „Zalando“ und machten ihre Mode somit auch für den kleineren Geldbeutel zugänglich.

Die Macherinnen von Kaviar Gauche haben zehn Jahre hart am Erfolg ihres Labels gearbeitet und auch für die Zukunft haben Fischer-Roehler und Kühl noch so einiges vor: So ist noch für dieses Jahr eine eigene Dessous- und Möbelkollektion geplant.

 Autor: Muriel  –  Fotos: KOWA-Berlin

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