Am dritten Tag der Talkreihe zur Berlin Fashion Week des Fashion Councils Germany „Metamorphosis – dialogues about change powered by Ebay“ drehte sich alles um die Chancen und Herausforderungen, die gute Führungsqualität, auch genannt Leadership, mit sich bringt. In fünf Panels und Interviews wurde diskutiert, wie durch clevere Kommunikation aufkommende Brands und etablierte Marken nachhaltig wachsen und an kultureller Bedeutung gewinnen können.
Mode und Film: Christiane Arp im Gespräch mit Florence Kasumba
Den Anfang machte ein von Christiane Arp, ehemalige Chefredakteurin von Vogue Germany und Vorstandsmitglied des Fashion Council Germany, geführtes Interview mit der Schauspielerin und Musical Performerin Florence Kasumba, bekannt für ihre Rollen in internationalen Blockbuster wie Black Panther oder Avengers: Civil War. Ihr Verständnis von Mode wurde von ihrer Mutter und ihren vielfältigen Erfahrungen als Tänzerin und Musical-Darstellerin geprägt. Sie sieht Mode als Mittel, sich in einen neuen Charakter hineinzuversetzen und sich auch ohne Worte auszudrücken.
Weiter ging es mit einem Vortrag von Salomé Roche, Policy Consultant der European Fashion Alliance zu den Bedürfnissen der europäischen Modeindustrie. Durch Veränderungen wie künstliche Intelligenz und starke ausländische Konkurrenten steht die europäische Kreativindustrie vielen Herausforderungen gegenüber. In ihrem Bericht „Report on the needs of the European creative-driven Fashion Industry“ erforschen sie, wie neue europäische Gesetze die Kreativindustrie unterstützen können, indem sie unter anderem faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und intellektuelles Eigentum schützen.
Story Telling: Das Marketing der Zukunft
Manuel Almeida Vergara, Kommunikationsdirektor des Fashion Councils Germany, sprach mit Ebay EU Brand Director Alexandra Alcott, Karl Lagerfeld Senior Vice Marketing President Mirjam Schuele und CEO & Gründerin von Silk Relations Silke Bolms über die Bedeutung von Storytelling für eine effektive Marketing- und PR-Strategie. Besonderen Fokus legten die Sprecherinnen auf eine klare Core Message, die durch kreative, abwechslungsreiche Kanäle wie Offline-Community-Events an die gewünschte Zielgruppe weitergetragen wird. Eine besondere Chance sehen sie hier in erfolgreichen Kollaborationen, die über den Tellerrand hinaus schauen und so neue Kunden begeistern können.
Im nächsten Panel lag der Fokus auf junge Nachwuchsdesigner. Moderiert von Rabea Schiff, tauschten Scott Lipinski, CEO des Fashion Councils Germany, Shalija Dubé, Deputy Director des Institutes of Positive Fashion des British Fashion Councils und Jungdesignerin Rika Behrens von „House of Akir“ sich über die Wünsche und Bedürfnisse von Modeschaffenden aus. Insbesondere legten Sie Fokus auf die Etablierung eines Supportsystems, das jungen Kreativen besonders in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen Beistand leistet.
MCM: Zwischen Seoul, München und Berlin
Zum Schluss sprach Business of Fashions Editor-at-Large Tim Blanks mit MCMs Chief Brand Officer Dirk Schönberger über den Werdegang und die Zukunft der Marke MCM. Nach dem Kauf durch eine koreanische Investorin vereint die Münchener Traditionsmarke ihre deutschen Wurzeln mit koreanischen Elementen. Diesen Kulturclash sieht Dirk Schönberger nicht lediglich als Herausforderung, sondern auch als notwendigen Schritt für die Zukunft der Marke.
Autorin: Michelle Stoll, Fotos: Finnegan Koichi Godenschweger
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