Am 1. Juli 2025, dem zweiten Tag der Talk-Series Metamorphosis, im Rahmen der Berlin Fashion Week SS26 stand Circularity als zukunftsweisender Ansatz in der Modebranche im Mittelpunkt. Der Talk fand im Kanzler Eck statt und wurde von Ebay gesponsert. Unter dem Titel The Circular Shift – Scaling Impact with Smart Systems versammelten sich Experten aus Politik, Design, Plattformökonomie und nachhaltigem Unternehmertum, um über systemische Veränderungen zu sprechen. Die METAMORPHOSIS Day 2 Talks fanden vollständig auf Englisch statt und zeigten, wie vielfältig und praxisnah Kreislaufwirtschaft in Mode gedacht werden kann.
METAMORPHOSIS Day 2 zeigt: politischer Perspektive zu kulturellem Wandel
Gestartet wurde mit einem Interview zur europäischen Perspektive mit Dr. Christian Ehler. Er sprach über regulatorische Hebel, die Circular Fashion langfristig zur Norm machen könnten. Die EU erkenne Mode zunehmend als Teil der Lösung, vorausgesetzt, Designer, Produzenten und Konsumenten ziehen mit. Im Panel Circular Culture – Driving Change wurde deutlich, dass Circularity nicht nur ein wirtschaftliches System, sondern auch eine kulturelle Bewegung ist. Dabei ging es um neue Werte, Design als Kommunikationsmittel und die Rolle von Bildung in dem Wandel der Branche.
Design, Plattformen und das Potenzial des Reparierens
Im Anschluss sprach eBay in der Keynote Innovation with Intention über die Rolle digitaler Plattformen im zirkulären Wandel. Die Plattform will nicht nur Resale vereinfachen, sondern auch Konsumenten aktiv zu bewussteren Entscheidungen ermutigen. Dass Design der erste Schritt zu Circularity sein kann, wurde im Interview Designing for Circularity – Form meets Function deutlich. Im Gespräch mit Venya Brykalin, Editor-in-Chief der Vogue Ukraine, erklärte Bettter-Gründerin Julie Pelipas, wie Formen, Materialien und Modularität neue Nutzungszyklen ermöglichen und Funktion im Designprozess wieder mehr Bedeutung bekommt.
Den Abschluss bildete das Panel Repair, Reuse, Reimagine – Embedding Circularity into Fashion Business mit Akteuren Domitila Barros als Sprecherin, Michael Pfeiffer als Co-Founder der Upcycling Brand MOOT, Dr. Monika Hauck als Co-Founderin v on Repair Rebels, Louise Xin Als Creative Director und Founderin von Louise Xin und Estelle Adeline Trasoglu als Founder und Designerin von Plaid-a-porter. Sie stellten Wege vor, wie Labels und Initiativen zirkuläre Praktiken praktisch umsetzen: von Repair Services über Upcycling-Strategien bis hin zu kollaborativen Geschäftsmodellen. Dabei wurde klar: Circularity ist nicht nur eine Antwort auf Überproduktion, sondern auch eine Einladung, Mode neu zu denken.
Autorin: Amanda – Fotos: Finnegan Koichi Godenschweger
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