Montag , 17 Dezember 2018
Modepreis Hannover 2018 - Modenschau der Hochschule Hannover - HsH

Modepreis Hannover 2018 – Modenschau der Hochschule Hannover – HsH

Am 29. September 2018 hieß es zum zehnten Mal „Herzlich Willkommen zum Modepreis Hannover 2018“. Die Hochschule Hannover (HsH) lud zu zwei identischen Modenschauen um 18 und um 21 Uhr der Abschlusskollektionen der Modedesignstudenten in das Design Center ein. Gestiftet wird der mit 5000€ dotierte Preis von der Ernst August Galerie Hannover. Zusätzlich wurden noch 5 weitere Preise vergeben. Unter anderem für das beste Männeroutfit und das beste nachhaltige Konzept.

Den Rahmen der Fashion Show für die 23 Absolventen bot in diesem Jahr ein stilisiertes Baugerüst, ausgestattet mit Neonröhren und Fadeninstallationen. Die Baugerüstszenerie wurde von Studenten der Hochschule konzipiert und auch der Fachbereich Fotografie unterstütze bei Modefotografien. An diesem Abend ständen ganz und gar die Fähigkeiten der Studenten im Fokus und nicht wie bei anderen Modenshows Namen und Oberfläche, so fasst der Dekan der Fakultät 3 das Motto des Modepreis Hannover 2018 zusammen.

Video Modepreis Hannover 2018 Finale 1. Show (Amateurvideo/Angie Kauss):

Über die Vergabe der Preise entschied eine gleich neun köpfige Jury, die bereits nach der ersten Modenschau über die Preisträger beriet. So konnten gegen 23 Uhr feierlich die Gewinner verkündet werden.

Modepreis Hannover 2018 – Modenschau der Hochschule Hannover – HsH

XXIII) André Rosenberg – &RE (Publikumspreis der 1. und 2.Show)

Sexy das beschreibt die Männerkollektion wohl am besten. Die gezeigten Modelle sehen nach einer heißen Nacht aus, denn Rosenbergs Kollektion spielt mit Reizen, Mashstoffen und vor allem ganz viel nackter Haut. Jubelnde Rufe der Fashionshowgäste bestätigten den Designer: Mit seiner Reizwäsche für den Mann hat er im Publikum auf jeden Fall seine Fans gefunden. Da überrascht die Entscheidung der Gäste nicht, ihn gleich mit beiden Publikumspreisen zu belohnen.

XVI) Annika Jasmer – BRENNUM ALLT (Bestes nachhaltiges Konzept)

Auf Wollsocken und mit Holzbrillen betraten die Models von Jasmer den Gang unter dem Baugerüst. Die Designerin konnte überzeugen und den vom Concept Store No. 73 gestifteten Preis für das nachhaltigste Gesamtkonzept entgegen nehmen. Alle von ihr verwendeten Materialien sind natürlich und lassen sich komplett kompostieren. Inspiriert ist die Kollektion von den Naturgewalten Islands und dem Glauben an ein dort lebendes Volk. Die voluminösen Mäntel, Strickteile und Orange- und Blautöne ließen die Kälte und unberührte Natur Islands für einen kurzen Moment in die Hochschule einziehen.

XIII) Romy Manz – TARTS  (Best Show Off)

Wenn Rosenbergs Kollektion sexy war, dann war die von Romy Manz auf jeden Fall eines: Süß. Die mit dem Preis für die beste Show ausgezeichnete Absolventin zeigte eine Kollektion in zarten Pastelltönen mit Schleifen, Rüschen und Reifröcken. Angelehnt an Lewis Carrolls Alice-Romane verzuckerten ihre Modelle die Jury. Passend zum Gesamtlook posierten ihre Models wie niedliche, asiatische Animepuppen vor der Presse.

XIV) Christiane Gawlik – RECKLESS ABANDON (Bestes Männeroutfit)

An diesem Abend wechselten die Stilrichtungen Schlag auf Schlag. Direkt nach Manzs süßem Auftritt, setzte Christiane Gawlik ganz andere Akzente. Geprägt von kastigen Schnitten, viel Outwear und einem modernen funktionalen Look begeisterte ihre Männerkollektion. Hohe Kragen und silberne Schnallen kombinierte sie mit Stoffen in Grau und Schwarz. Eine äußerst gelungene Kollektion, dieser Meinung war auch die Jury, die besonders die technische Perfektion, die Stoffauswahl und die kommerzielle Umsetzbarkeit lobte. Der mit 1.000€ dotierte Preis wurde vom hannoverschen Herrenausstatter Lo&Go in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal ausgelobt.

XXII) Claudia Bumb- UNDER WATER OVER FLOW (Modepreis Hannover)

Der Hauptpreis des Abends ging an Claudia Bumb. Ihre Kollektion bestach durch immer wieder auftauchende Asymmetrie der Schnitte und unerwartete Designelemente. So zeigte sie Oberteile mit überlangen Ärmeln oder bunte Fäden, anstatt von Daunen, als Wattierung. Bumb überzeugte nicht nur durch die besondere Ästhetik ihrer Designs, sondern auch mit ihrem nachhaltigen Konzept: Alle ihre Kollektionsteile sind aus sortenrein trennbaren Materialien gefertigt. Die Jury belohnte sie mit dem mit 5.000€ dotierten Preis und der „Goldenen Schere“.

I) Maryna Dets – BAD WOLF

II) Nastasa Popic – LOST IN ILLUSION

III) Julia Schuler – LICHTPOOESIE

VI) Angelina Stumpf – IM RAUMSCHIFFFENSTER TAUCHT DIE ERDE AUF

V) Ann-Cathrin Hesselink – OVERHAULING

VI) Alishan Bayram & Maria Emektas – HERE I AM

VII) Salissa Pestka- NESSUM DORMA – KLEINER SCHLAFE

VIII) Anastasia Scheel – SJS

IX) Natalia Schumacher-Ewald – WRONG RIGHT

X) Fiona Gutschke – BLAUE STUNDE

XI) Kristin Herrmann – VANILLERAUCH

XII) Kerstin Fehlig – ANGEFITZT

XV) Chunyan Fu – DIE LEUTE

XVII) Amanda Fischer – ENGRAMM PAPA

XVIII) Julie Lingner – DER SCHWARM

XIX) Annika Krubeck –  ABOUT FINCHES AND EVOLUTION

XX) Leonie Schulz – TIME CHANGES IMPRESSIN

XXI) Isabella Rudzki – LAVENTURA

Autorin Hannah Springer – Fotos: Stefan Koppelmann

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