SING- DIE SHOW DEINES LEBENS Gruppe

SING – DIE SHOW DEINES LEBENS – Interview mit Rodarte

Im aktuellen Kinohit „SING – DIE SHOW DEINES LEBENS“, der für die ganze Familie geeignet ist, geht es um das Streben nach künstlerischem Ausdruck und die Freiheit, die mit der Verwirklichung der eigenen Träume einhergeht. Buster Moon und seine All-Stars träumen von der Show ihres Lebens und riskieren alles dafür! Mit dem Blockbuster aus dem Genre der Animationsfilme wartet 2022 ein wahrer Leckerbissen auf die Kinobesucher. Die Macher von „Minions“ und „Pets“ aus dem Hause Illumination Entertainment, präsentieren mit „SING 2“ also die, mit Spannung erwartete, Fortsetzung des Publikumserfolges.

SING – DIE SHOW DEINES LEBENS: Handlung

Der Koala Buster Moon setzt sich das Ziel, die extravaganteste und schillerndste Bühnenshow zu präsentieren, die es je zu sehen gab. Für solch große Pläne muss natürlich auch eine gigantische Bühne her! Was wäre wohl besser geeignet als das Crystal Tower Theater in der glamourösen Großstadt? Die perfekte Location – aber es gibt da ein kleines Problem.

Buster Moon, Schweinemutter Rosita, Rocker-Stachelschwein Ash, Elefantin Meena, Gorilla Johnny und das Pop-Provokateur Schwein Gunter müssen es schaffen, irgendwie bis zum Büro von Jimmy Crystal vorzudringen und diesen skrupellosen Wolf davon zu überzeugen, ihnen sein Theater für die Show zu überlassen. Ein hoffnungsloses Unterfangen, bis Gunter ihm einen sensationellen Vorschlag unterbreitet: Kein geringerer als die Rocklegende Clay Calloway (Bono) wird für die Show auf die Bühne zurückkehren und die Massen begeistern! Jimmy Crystal ist begeistert und willigt ein.

Auf die Freunde wartet jedoch ein klitzekleines Problem: Buster hat Clay Calloway, einen Löwen, der sich längst aus dem Showbusiness zurückgezogen hat, zuvor noch nie in seinem Leben getroffen! Während Moons All-Star-Ensemble daran arbeitet, die spektakulärste Show aller Zeiten auf die Beine zu stellen, macht sich der Koala auf die Suche nach Clay. Was als Traum von einem großen Erfolg beginnt, wird zu einer emotionalen Hommage an die heilende Kraft der Musik.

SING – Interview mit Rodarte

Fantastische Lieder und überragende Kostüme machen den Film „SING – DIE SHOW DEINES LEBENS“ zu einem aufregenden und sehenswerten Kino-Spektakel. Schon klar, Gesang ist nicht so unser Ding – Mode aber dafür umso mehr. Und diese kann sich in dem Animationsabenteuer wirklich blicken lassen. Designed vom Label Rodarte, hinter dem die Schwestern Laura und Kate Mulleavy stecken, verzaubern die niedlichen Protagonisten des Films die Zuseher mit extravaganten Kostümen. Die beiden Designerinnen erzählen im Interview über ihre Arbeit an diesem einzigartigen Projekt.

Was Sie für „SING – DIE SHOW MEINES LEBENS“ gemacht haben, ist wirklich verrückt. Animierte Tiere einzukleiden ist schon ziemlich ausgefallen für Modedesigner Ihres Kalibers. Was hat Sie daran gereizt?

Laura: Das ist eine vielschichtige Frage. Erstmal spricht unsere Entscheidung für das Team von Illumination, für Chris Meledandri und Garth Jennings, den Regisseur. Als wir das Team zum ersten Mal trafen, konnten wir die Fantasie spüren, die hinter ihrer Arbeit steckt. Der Animationsprozess interessiert und fasziniert mich. Das Team hat eine sehr, sehr große, immersive Welt geschaffen – auch das war faszinierend. Sie arbeiten in einem dreidimensionalen Raum, den sie selber erschaffen; wir arbeiten mit physischen Objekten oder Dingen, die wir anfassen und im realen Leben sehen können.

Daher war für mich die Herausforderung, an einer Animation zu arbeiten, sehr interessant. Kate und ich lieben es, zu experimentieren, etwas außerhalb des Rahmens zu tun, Grenzen zu überschreiten und neue Geschichten zu erzählen. Hier bot sich uns eine wirklich interessante Möglichkeit, nicht nur mit unglaublichen Synchronsprechern zu arbeiten, sondern auch mit einem erstaunlichen und talentierten Animationsteam, sowie den Geschichtenerzählern dahinter. Uns inspiriert die Kreativität anderer. Diese Gelegenheit schien einfach sehr aufregend.

Und hoffentlich ebnet es nicht nur den Weg für hochwertiges Design in einem Animationsfilm, sondern auch für Kostümdesign im Animationsfilm. Für Kostümdesigner ist es ein wirklich cooler Bereich, um sich einzubringen. Sie arbeiten ja längst an Superhelden-Filmen, historischen Filmen und zeitgenössischen Filmen – aber sie in den Animationsbereich einzubinden, kann ihn, meiner Meinung nach, nur auf ein neues und höheres Niveau heben.

Wann sind Sie zur Produktion gestoßen? Sie wollten ja mit Ihrer Mode die persönlichen Charakterzüge der Figuren hervorheben, also mussten Sie die Figuren ja von Anfang an gekannt haben?

Laura: Wir haben 2018 angefangen.

Kate: Ich weiß ja nicht, ob alle Animationsfilme auf die gleiche Weise gemacht werden, aber bei diesem Film war es zumindest ganz anders als die Arbeit an einem nicht-animierten Spielfilm. Wir haben den Regisseur getroffen und er hat uns erzählt, was in SING – DIE SHOW DEINES LEBENS passiert. Wir hatten SING schon gesehen, also waren wir mit den Hauptfiguren vertraut, die wieder dabei sein würden. Aber es gab auch neue Figuren, und wir wussten nicht, wie die umgesetzt werden würden – von den Schauspielern, die erst noch an Bord kommen würden. Es spricht für Chris Meledandri, der den Film produziert hat, und für Regisseur Garth [Jennings], der uns durch die Geschichte geführt hat, dass sie uns gesagt haben, wer die Figuren sind und was ihnen passiert.

Am Anfang mussten wir uns quasi mit den Animatoren und dem Regisseur in deren Fantasiewelt begeben und wirklich auf eine sehr organische und freie Art arbeiten. Auf der anderen Seite ist es ziemlich experimentell, den Film zu machen. In gewisser Weise lässt man seinen Ideen freien Lauf und stimmt sich gegenseitig ab. Und deshalb braucht es Zeit. Und manchmal gibt es Dinge, die einfach richtig aussehen und bei denen man gar nicht nachdenkt, wie man sie hinbekommt. Wieder andere Dinge, die wir gemacht haben, waren sehr komplex und verlangten viel Vertrauen zwischen uns und den Animatoren.

Wissen Sie, wie viele Kostüme Sie entworfen haben? Haben Sie sie jemals gezählt?

Kate & Laura: Wir haben alle Kostüme der Bühnenshow-Produktion geschaffen, vom Roboter bis zu den grünen Marsmenschen. Das Einzige, was nicht wirklich wir gemacht haben, war die Kleidung der Hauptfiguren, die sie aus SING schon mitgebracht haben.

Ich habe eine Art Moodboard gesehen, wo auch die Materialien gezeigt wurden. Würden Sie diese Kostüme nicht auch gerne in echt umsetzen, für eine Kollektion?

Laura: Sicher. Es wäre wirklich aufregend und ein cooler, wenn auch langfristiger Traum, jedes dieser Kostüme physisch Realität werden zu lassen. Wäre das nicht cool für eine Kostümausstellung? Ich finde, das klingt nach einer spannenden Idee.

Kate: Ich muss lachen. In erster Linie denkt man bei so einem Projekt aus der Sicht der Kostümbildner: Wie erzählt man die Geschichte? Wie erweckt man die Figuren zum Leben? Und die Vision des Regisseurs. Da wir aber in einem dreidimensionalen Raum gearbeitet haben, konnten wir uns auch überlegen, mit welchen Handwerkskünsten wir arbeiten können – sehr greifbare Dinge, wie Färben, Altern oder Marmorieren der Stoffe. Und das sind Dinge, bei denen ich rückblickend manchmal denke: „Oh, das möchte ich nie wieder tun, es war so viel Arbeit.“

Aber wir wollten die Grenzen dessen testen, was das bedeutet, auf diese Art zu arbeiten, die Grenzen ausweiten und neues Terrain betreten. In gewisser Weise lache ich also nur, weil ich denke, dass es erstaunlich wäre, einige unserer Ideen zum Leben zu erwecken. Wenn es nur nicht so ein riesiger Aufwand wäre, Johnnys Outfit im echten Leben herzustellen. Wir würden auf jeden Fall eine Menge Zeit brauchen.

Es geht in der Geschichte wieder um die Idee: Dream Big. Ich schätze, das ist etwas, das Sie nachempfinden können. Schließlich sind Sie auch große Träumer gewesen, richtig? Oder Sie mussten große Träumer sein und an Ihrem Traum festhalten. Können Sie mir davon erzählen? Wie sind Sie diese Modedesignerinnen geworden? 

Kate: Unser Start war in gewisser Weise der Geschichte von SING sehr ähnlich. Ich meine, wir hatten keine technische Ausbildung. Wir waren nicht auf der Modeschule. Wir hatten Liebe zur Mode. Wir hatten Liebe zum Film. Und wir waren uns nicht sicher, ob wir Kostümdesigner, Modedesigner oder Filmemacher werden wollten, und wir sind dann irgendwie einfach hier gelandet. Wir kamen frisch von der Schule, haben ein paar Kleider entworfen, sind nach New York gegangen, wo wir noch nie gewesen waren und niemanden kannten. Wir hatten niemanden, der uns helfen konnte. Wir hatten keine Ahnung, wie man es in der Modewelt schafft, und wir wären fast wieder gegangen, ohne jemandem zu zeigen, was wir gemacht hatten.

Dann erhielten wir einen Anruf und bekamen zufällig die Chance, unsere Kleider zu zeigen. Und bevor wir uns versahen, waren wir auf der Titelseite von ‚Women’s Wear Daily‘, und ein paar Wochen später trafen wir Anna Wintour. Nur wegen der ersten neun oder zehn Dinge, die wir je gemacht hatten. Aber wenn man mal darüber nachdenkt, egal ob es um Film oder eine Modekollektion geht, wir haben für nichts davon das Handwerkszeug auf einer Schule gelernt.

Wir haben an die Dinge geglaubt, die wir tun wollten, und an die Möglichkeiten, uns künstlerisch auszudrücken. Und wir haben sie einfach gemacht. In gewisser Weise haben wir also das Gefühl, dass wir viele der Herausforderungen teilen. Und ich denke, dass das die Geschichte von SING – DIE SHOW DEINES LEBENS sehr befürwortet, und das freut mich, wenn ich an jüngere Leute denke oder an Leute, die gerade etwas Neues ausprobieren wollen und Angst haben, es zu tun. Ich denke, das ist wirklich aufregend.

Was war es, warum Sie wirklich an Ihrem Traum festgehalten haben, anstatt aufzugeben und zu sagen: „Sei vernünftig. Such dir einen Job.“  Warum waren Sie so überzeugt?

Laura: Ich finde es sehr interessant, denn wir reden hier von einem Film für Familien, für Menschen wie uns und jüngere Menschen – und darin sieht man, wie wichtig es ist, die Leute daran zu erinnern, ihren künstlerischen Absichten zu folgen und den Dingen, die sie erfüllen. Es ist so einfach zu sagen, dass Kunst kein Weg zum Erfolg ist. In der heutigen Zeit ist es schwer zu verstehen, dass kommerzieller Erfolg nicht immer dasselbe ist wie künstlerische Erfüllung und Erfolg. Wir alle haben unterschiedliche Gründe, das zu tun, was wir tun. Aus unserer Sicht musste das, was wir machen, Integrität haben, egal ob es um Mode ging oder darum, Filme zu machen oder etwas zu schreiben.

Gab es jemals einen Moment, in dem Sie dachten: Okay, lass uns aufgeben. Ich halte es nicht mehr aus?

Laura: Nun, das Lustige daran ist, dass wir zu zweit sind. Wenn also eine von uns mal soweit ist, das zu denken, dann sagt die andere: „Was sagst du da? Beruhige dich.“ Wir haben in dieser Beziehung das passende Gleichgewicht, um über Frustrationen oder Schwierigkeiten sprechen zu können. Es ist wirklich wichtig, einen künstlerischen Partner zu finden. Und es ist wirklich wichtig, seine Schwierigkeiten und Erfolge zu teilen und sogar einen Freundeskreis zu finden, der nichts mit der Arbeit zu tun hat, der einen auch außerhalb der Arbeit erfüllt. Das sind die Dinge, die einen durch die Höhen und Tiefen des kreativen Lebens bringen.

Ich habe schon früh gelernt, dass die Höhen und Tiefen beständig sind und, dass es immer etwas Schlechtes gibt, wenn etwas Gutes passiert. Es gibt also immer diese Zerrissenheit, zwischen der man lebt. Und später lernt man einfach zu sagen: „Das gehört zum Leben eines jeden Menschen dazu.“ Man muss einfach sein eigenes Gleichgewicht finden und darf sich nicht zu sehr in die niederschmetternden Momente verstricken.

Es ist offensichtlich, dass die Schwesternschaft die Grundlage für Ihre Arbeit ist. Aber wie erklären Sie sich selbst, dass es funktioniert, dass es keine Hassliebe ist?

Laura: Das liegt daran, dass wir merken, dass die jeweils andere die Idee, die man selber hat, noch weiter voranbringt, als man es selbst könnte. Daran, dass Inspiration zu dem Dialog beiträgt, den wir führen. Unsere letzte Laufsteg-Show für das Frühjahr zum Beispiel war unsere erste Show in anderthalb Jahren und wir haben wirklich versucht, die Kollektion zu einer Theater Performance zu machen, zumindest für das Publikum. Wegen COVID war es ein kleineres Publikum und es fand unter freiem Himmel statt, aber wir wollten, dass es sich wie ein frischer Wind anfühlt und dass sich die Kollektion entfaltet. Wir hatten alle diese Ideen, aber irgendwie hat uns das Finale gefehlt – also etwas, das wirklich den Geist der Show repräsentiert.

Bei der Kollektion ging es um individuellen und gemeinschaftlichen künstlerischen Ausdruck; darum, Dinge mit anderen und alleine zu machen. Und Kate sagte zu mir: „Nun, was wäre, wenn wir alle Models am Ende in demselben Kleid herauskommen lassen würden?“ Anfangs dachte ich: „Nein, das ist zu kompliziert. Das kriegen wir nicht rechtzeitig hin“. Aber immer, wenn du sofort nein sagst, weißt du, dass es eine gute Idee ist. Man darf keine Angst haben, über Dinge zu sprechen, und man darf keine Angst vor den Reaktionen haben. Man muss eine Idee haben. Das haben wir im Laufe der Jahre gelernt. Aber ich weiß, dass wir in dem Moment, in dem einer von uns nein sagt, wir innehalten und es nochmal durchdenken müssen.

Autor: Carina Haitszinger/Publyc Germany GmbH – Bilder: © Illumination Entertainment and Universal Pictures

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