Bikinifiguren – Apfel oder Birne
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Bikinifiguren – Apfel oder Birne?

Bikinifiguren gibt es nahezu genauso viele verschiedene, wie Früchte in einem bunten Obstkorb. Die einen sind eher rundlich, die nächsten länglich – es kommt also vor allem auf die Proportionen an. Denn neben dem Geschmack machen sie das Obst zu der Sorte, die sie eben sind. Ähnlich ist es bei den weiblichen Silhouetten, auch hier sind die Proportionen entscheidend. Entweder sind es die zu breiten Hüften, oder die zu kleine Oberweite. Perfektion? Findet man bei allen anderen, nur nicht im eigenen Spiegelbild. Alles kein Thema, solange die Problemzonen geschickt unter den Pullover gemogelt werden können. Doch leider funktioniert das nicht das ganze Jahr. Wenn es wieder ‚Ab an den Strand’ und ‚rein in den Bikini’ heißt, muss dem großen Feind ins Auge geblickt werden, denn: Es wird blankgezogen. Die gut behüteten Speckröllchen haben endlich auch mal wieder Ausgang. Ob gewollt oder nicht, drum herum geht es nur selten. Doch das ist kein Grund, gleich den Kopf in den Sand zu stecken – für jedes Problem gibt es ja bekanntlich eine Lösung. Zwar zaubern die kleinen Tricks nicht gleich Kurven wie von einem Supermodel, dem Selbstvertrauen geben sie aber allemal einen Schubs.

Zurück zu dem Obstkorb. Schmeichelhaft ist es nicht gerade, aber bei den Bikinifiguren wird zwischen Apfel, Birne und ähnlichen geschmackvollen Verwandten unterschieden. Schon allein bei der Tatsache, dass man sich als solches bezeichnen muss, sträuben sich selbst die letzten Haare. Ähnelt der Po wirklich einer Birne? Oder ist doch nur die Banane zum Anbeißen? Gar nicht so einfach. Die Entscheidung zwischen dem Traum des tollen Körpers und der harten Realität ist schwer, aber dennoch unumgehbar. Denn nur wer sich seinen Problemzonen stellt, wird sich am Ende zur Strandschönheit durchbeißen. Also Achtung: Schummeln erlaubt! Mit diesen Bikinis entfällt einem glatt noch, was das Wort ‚Problemzone’ überhaupt zu bedeuten hat.

Der Apfel

Bei der Apfel-Bikinifigur ist der Bauch das Problem. Während hier mit der Oberweite überzeugt wird und auch die Hüften gut vorlegen, gilt es vor allem, von der Körpermitte abzulenken. Am besten also gleich auf den Bikini verzichten, denn was nicht zu sehen ist, kann auch nicht negativ ins Auge stechen. Aber keine Sorge, der Badeanzug hat sich längst von seinem prüden Klischee verabschiedet. Schleifen, Prints oder Cut-Outs können jedem Swimsuit das gewisse Etwas verleihen und reichen von sexy bis elegant. Ist der Bikini doch das absolute Muss für jeden Strandbesuch? Natürlich katapultiert sich der Apfel nicht automatisch ins Bikini-Aus. Wer auf keinen Fall auf die Zweiteiler verzichten möchte, sollte sich zurück in die 60er begeben. Denn schon damals wussten die Frauen, das Bauchproblem zu lösen. Einfach ein Oberteil mit einem High-Waist Höschen kombinieren und schon kann es stylisch ans Wasser gehen. So bleibt auch das letzte Röllchen, wo es hingehört. Wer sich nun immer noch nicht entscheiden kann, greift notfalls zum Tankini – die tolle Zwischenvariation von Badeanzug und Bikini. Vorne ist alles wichtige bedeckt und hinten überzeugt der Rückenausschnitt. Damit kann wirklich nichts mehr schiefgehen.

Die Birne

Dank des Namens kursiert bei der Birne leider gleich die unschöne Vorstellung der Frucht im Kopf – oben schmal, unten breit. Nicht gerade die Silhouette, die als erstes auf der Wishlist steht. Das ist blöderweise der Nebeneffekt, wenn versucht wird, Bikinifiguren mit Obst zu vergleichen. Die Birne ist im Brust- und Bauchbereich eher schmal und muss darauf achten, die Hüften zu kaschieren. Das funktioniert am besten mit einem unifarbenen Bikini-Slip. Um nicht noch zusätzliche Aufmerksamkeit auf die untere Körperhälfte zu lenken, sollte auf Prints oder Panties verzichtet werden. Und auch der altbackene Glaube an Hüfttücher ist Quatsch – sie verstecken die Rundungen nicht, sondern tragen nur noch mehr auf. Dafür kann beim Oberteil frei gewählt werden. Um die Brust optisch größer zu zaubern, können beispielsweise Push-Up BHs zum Einsatz kommen.

Die Banane

Die Banane ist der unkomplizierteste Bikinityp, denn was bei den anderen beiden zu viel Rundung ist, gibt es hier so gut wie gar nicht. Daher ordentlich aufs Gaspedal getreten treten – die Kurven müssen erst eingeheizt werden. Der athletischen Figur der Banane sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Am besten eignen sich Muster, Schleifen oder Push-Up BHs, also alles, was ein bisschen an Oberweite und Hüften dazu mogelt. So einfach es für die Banane auch ist, einen tollen Bikini zu shoppen, eine kleine Einschränkung gibt es dann doch. Bandeautops eignen sich für diesen Figurentyp weniger gut, da sie jegliche Oberweite plattdrücken. Also lieber auf das Motto ‚mehr ist mehr setzten’ und dann heißt es wirklich: Ab ans Meer!

Autor: Louisa Markus – Fotos: © imagination13 – Fotolia.com

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