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Digital Fashion – die virtuelle Zukunft der Modeindustrie

Ab geht es in Sekundenschnelle auf eine noch unentdeckte Insel. Virtuelle Welten vom Feinsten machen es möglich. Mit Champagner im Glas, auf einer 80-Meter Yacht, an die traumhaftesten Strände des Universums fahren. Pre-paid mit Kryptowährung versteht sich dabei von selbst. Die Kabinenwände sind mit virtueller Kunst bestückt, das extravagante Outfit sitzt perfekt. Du trägst alles, was du willst. Chanel, Armani oder Yves Saint Laurent – ganz egal, du kannst alles tragen. Warum, weil du es kannst! Digital Fashion, die virtuelle Zukunft der Modeindustrie macht es möglich!

Unser Planet befindet sich in einem digitalen Wandel. Verstärkt durch die Corona-Pandemie wanderten viele Bereiche unseres täglichen Lebens ins Netz, von denen wir das wohl nicht oder nicht so schnell erwartet hätten. So ist es wenig überraschend, dass auch die Modeindustrie immer mehr in die virtuelle Welt abtaucht. Digital Fashion ist im Kommen! Was wir tragen, sagt viel darüber aus, wer wir sind. Es spiegelt unsere Präferenzen und Sehnsüchte wider. Kleidung lässt uns nicht nur gut aussehen, sondern auch gut fühlen. Selbstwerttraining mit virtueller Mode. Mit dem Verlassen der analogen Welt dringt auch die Modeinstustrie in eine neue Dimension vor. Einen neuen Spielraum. Eine neue Welt.

Fashion Shows, die im Netz übertragen werden, sind hier längst nur der Anfang. Nein, geplant sind Online-Welten, die uns gänzlich neue Spielräume eröffnen. Events, die sich ausschließlich im virtuellen Bereich abspielen. Mode, die wir dort tragen und die aus nichts außer Bits and Bytes besteht. Veranstaltungen, Clubs oder mehrtätige Festivals besuchst du bequem von deiner Couch aus. Und in einem Aufwischen checkst du dir auch gleich dein passendes Outfit dazu. Zukunftsmusik? Von wegen! Die Metaverse-Plattform Decentraland veranstaltet ab dem 24. März bereits ihre erste Metaverse Fashion Week. More to come! Und jedenfalls to be continued!

Zukunft der Modeindustrie: Fashion im Metaverse

Das Metaversum ist eine Art gigantisches Computerspiel. Aus der Gaming-Welt heraus entwickelt, war es hier schon lange möglich, für Geld verschiedene Dinge zu erwerben und diese im fiktiven Spiel anzuwenden. Das Metaverse zu beschreiben wirkt einfach. Es ist eine Möglichkeit für das Internet, aus seinen zweidimensionalen Strukturen auszubrechen und uns ganz in sein multidimensionales Universum hineinzuziehen. Es beschreibt die Konvergenz der digitalen und physischen Welt. Eine neue Realität, sozusagen. So ganz durchschaut hat sie gefühlt jedoch noch niemand.

Immer mehr Menschen zieht es in den Bann der Metaversen. Mit der Weiterentwicklung der Technologien, entwickeln auch wir uns immer mehr in die Richtung digitaler Angebote. Wir verbringen mehr und mehr Zeit online, sei es über Social Media Plattformen, Kommunikationsportale, Netflix, Google oder Gamingwelten. Warum sollten wir uns dann also nur in der realen Welt um unser Auftreten sorgen? Um unser Outfit und die Art und Weise, wie wir gesehen werden? Geschäftsmodelle im Metaverse machen es möglich, Kleidung, ja sogar ganze Kollektionen virtuell zu kaufen. Non fungible Tokens (NFT’s) können dann weiterverkauft oder aber selbst vom eigenen Avatar getragen werden.

Digital Fashion: positiv oder negativ für den Planeten?

Digitale Kleidungsstücke verbrauchen 97% weniger CO2 in ihrer Produktion als physische Güter. Benötigt eine Kreation im echten Leben Stoff und Zusatzmaterialen wie Zwirn, Färbemittel und so weiter, um ihn greif- und erlebbar zu machen, so kommt das digitale Äquivalent gänzlich ohne Ressourcen aus. Es produziert keine Treibhausgase  beim Transport und muss auch nie gewaschen werden. Auch die Entsorgung, sollte man das Stück einmal nicht mehr mögen, ist ganz einfach. Delete-Taste anstatt lästigem Müll. Und Platz im Schrank nimmt es sowieso keinen weg. Aber kann so ein System, also virtuelle Kleidung, wirklich etwas bringen?

Metaverse Fashion Week: Decentraland

Die Schöpfer der Metaverse Fashion Week sagen auf die Fragen ganz eindeutig „Ja!“. Die Messe soll im März 2022 rein virtuell im Decentraland stattfinden. Die Looks auf den Laufstegen präsentieren Avatare, also digitale Models. Einige der Kollektionen werden im virtuellen und gleichzeitig auch im physischen Raum verfügbar sein, das heißt, dass es Stücke auch aus echten Materialien geben wird. Doch nicht alle Kollektionen und Marken arbeiten parallel mit realen Stücken – einige Teile wird es tatsächlich nur virtuell als NFT zu erwerben geben. Jeder kann an der Fashion Week teilnehmen, doch um Produkte zu kaufen benötigt man eine entsprechende „Ethereum-Geldbörse“. Spooky? Vielleicht, aber es scheint, als ließe sich diese Entwicklung nicht aufhalten.

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