Sonntag , 16 Dezember 2018
zofiee's

zofiee’s auf dem Walk of Fashion

An diesem sonnigen Sonntag, dem 07. September 2014, präsentierte das Modelabel zofiee’s auf dem 16. Walk of Fashion, am Savingnyplatz in Berlin-Charlottenburg. Insgesamt wurden acht Jungdesigner und Newcomer-Labels vorgestellt.  Der Walk of Fashion wurde 1999 ins Leben gerufen und bildet die größte öffentliche Modenschau der Hauptstadt. Eine Möglichkeit ganz nah dabei zu sein, wenn die Modewelt ihre glitzernden Pforten öffnet.

Das Label zofiee’s steht für zeitlose Mode und Eleganz, die gezeigte Kollektion zeichnete sich vor allem durch die Verwendung von geige-braunem Karomuster und klassischen Schnitten aus, wobei die Farbe Hellblau als Eyecatcher diente.
Egal ob im Büro, in der Freizeit oder am Abend: die zeitlose und elegante Kleidung der Designerin Sophia Hertel ist vielseitig einsetzbar. Sie besticht durch Bequemlichkeit und verwendet dennoch feminine und figurbetonte Schnitte, die ihren Kundinnen schmeicheln. Ihr Label „zofiee’s”, welches sie Januar 2012 in Berlin gründete, folgt einer einfachen Philosophie: Frauen mit Mode glücklich zu machen– da man sich in der Mode von zofiee’s wohl fühlt. Der Name des Labels hat einen ganz persönlichen Bezug: es ist eine Ableitung ihres Vornamen.

Inspiriert wird die Designerin Sophia Hertel sowohl von Gegenstände und Gebäuden als auch von Menschen.
Viele grafische Elemente und gradlinige Schnitte verraten, dass sie besonders Formen und Muster in Gemälden und Bildern als Ideenquelle nutzt. Wichtig ist ihr dabei, Mode zu entwerfen, die auch für Frauen mit Problemzonen tragbar ist, weshalb es zusätzlich zu der eigentlichen Kollektion immer ein paar Modelle aus Jersey gibt. zofiee’s bietet eine Bandbreite an verschiedene Stilrichtungen. Vom schicken Etuikleid bis zum lässigen, farbenfrohen Poncho ist für jeden etwas dabei und spricht eine Zielgruppe von Frauen zwischen 20 und 50 an.

Eigene Mode zu entwerfen und zu sehen, dass andere Menschen sie gerne tragen, war schon immer ein großer Traum und Ansporn für die Designerin, die bereits im Kindesalter Kleidung für ihre Puppen nähte. Aus dieser Passion heraus, absolvierte sie eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Modedesignerin an der Best-Sabel Berlin und Praktika bei verschieden Designern.
Ihre Mode ist Online, zB bei Dawanda oder im Diffstore,  bzw. auch direkt auf der eigenen Homepage zu erwerben.

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Die Designerin Sophia Hertel vom Label zofiee’s in einem kurzen Interview mit Fashionstreet-Berlin:

Da deine Kreationen vorrangig zeitlos sind: wie stehst du zu aktuellen Trends und bindest du diese auch ein?
Generell schaue ich mir natürlich die Trends an und überlege, ob ich diese in meine Entwürfe mit einfließen lassen kann. Da meine Zielgruppe nicht trendorientiert ist, sondern selbstbewusst ihren eigenen Weg geht, ist meine Mode gradlinig und vielfältig einsetzbar. Vielleicht sind in einigen Kleidern Trendmerkmale zu finden, jedoch beschäftige ich mich nicht vorrangig damit, da Trends auch nicht immer allen Menschen stehen. Es ist etwas anderes, wenn man selber Mode macht, als wenn man sie nur trägt. Wenn ich mich selber anziehe, fehlt mir oft der Blick, den ich habe wenn ich andere ankleide.

Lässt du deine Kollektion anfertigen oder fertigst du sie selbst?
Zu Beginn habe ich alle Teile selbst hergestellt, aber nun habe ich zunehmend Schneiderinnen, die das für mich übernehmen. Da ich einen sehr hohen Anspruch an die Qualität habe, ist mir ein guter Draht zu ihnen wichtig. Ich bin Modedesignerin und keine ausgebildete Schneiderin, deshalb überlasse ich die schwierigeren Sachen den Profis, weil es einfach schneller geht.

Gibt es Materialien, die typisch sind für deine Kollektionen?
Ich benutze hauptsächlich Materialen wie Viskose und Baumwollgemische, oder Stoffe mit einem gewissen Anteil an Elasthan, weil es sich einfach besser anfühlt.

Ist dir Umweltbewusstsein bei deiner Mode wichtig?
Da lege ich viel Wert drauf. Deshlab verwende ich auch bewusst viele Naturmaterialien, wie etwa Seide und Baumwolle.

Wo siehst du dich in circa zehn Jahren?
Mein Ziel ist ein eigener Showroom, wo ich die Kollektionen zeigen und verkaufen kann. Ich würde meine Mode gerne deutschlandweit in Boutiquen und bei Ketten anbieten, da der Handel immer wichtiger wird. Nicht alle Menschen, vor allen Dingen ältere Kundinnen sind keine Befürworter des Online-Shoppings, und ich möchte die Kleidung persönlich an die Frau bringen.

Welche Herausforderungen gab es bei der Label-Gründung?
Der Kostenpunkt war selbstverständlich eine große Hürde, gerade nach der Ausbildung. Es ist immer schwierig die richtige Zielgruppe zu finden und sich einen Kundenstamm aufzubauen.

Kannst du jungen Designern, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen,  einen Rat mit auf den Weg geben?
Wenn die Leidenschaft für die Mode, das Durchhaltevermögen und die finanziellen Mittel da sind, sollte man alles dafür tun seinen Traum zu verwirklichen. Wichtig sind vor allem Ausdauer und Wille, aber wenn du etwas wirklich willst, dann mach es. Man sollte niemals ausschließlich arbeiten um Geld zu verdienen.

Konntest du aus deinen vorherigen Praktika etwas mitnehmen?
Ich habe den Prozess vom Entwurf bis zum Verkauf erlernt, und kann nun die Arbeitsschritte nachvollziehen wie etwa die Materialbeschaffung, oder die Festlegung des Preises. Diese persönliche Erfahrung hat mir unglaublich weitergeholfen.

Wir von Fashionstreet- Berlin sind bereits überzeugt von der zeitlosen Eleganz und sind gespannt, wie es weiter geht.

Autor: Carolin Hölter, Carmen Faust — Fotos: KOWA- Berlin

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