Montag , 17 Dezember 2018
5 Jahre Abury

5 Jahre Abury – Design Experience und Tradition auf neuen Wegen

Am 20.06.2018 war es soweit: Das Premium Brand hat zum 5-jährigen Jubiläum in den Abury Showroom im Bikini Berlin geladen und veranstaltete dort passend dazu eine kleine Summerparty. Neben guter Musik, Snacks und Getränken gab es auch die Möglichkeit, mit der Gründerin Andrea Bury und ihren Kolleginnen näher ins Gespräch zu kommen. Dabei haben wir erfahren, wofür Abury steht und was uns zukünftig noch erwarten wird.

Traditionelles Kunsthandwerk kombiniert mit modernem Design

Abury arbeitet anhand eines 3-Säulenmodells, wobei jede der Säulen von enormer Bedeutung für das Brand ist:

Handgemachte Produktion: Es ist wichtig, dass wirklich jedes Stück der jeweiligen Kollektion mit der Hand gefertigt wird. Abury arbeitet zusammen mit Handwerkscommunities in Ländern wie Marokko oder Ecuador, die noch traditionelle Handwerkskunst, wie bestimmte Sticktechniken beherrschen.

Modernes cooles Design: Um uralte kulturelle Kunst zeitgenössischer zu gestalten, kombinieren die jeweiligen Designer ein modernes cooles Design mit der traditionellen Handwerkskunst. Es wird mit Materialien wie Alpakawolle oder Leder mit Kaktusseide gearbeitet, was die Kollektionen wirklich einzigartig macht.

Social impact: Abury möchte etwas an die Gesellschaft zurückgeben können. 50% des Gewinns, der erzielt wird, fließt in die eigene Stiftung: Abury Foundation, über die dann wiederum soziale Bildungs- und Frauenprojekte in den jeweiligen Communities, in denen produziert wird, unterstützt werden. Momentan wird der Großteil der Kollektionen in Marokko produziert, weshalb auch der Großteil der Foundation Projekte in Marokko stattfinden. So wurde dort beispielsweise eine Grundschule für Kinder und Frauen gebaut. Mittlerweile betreut die Abury Foundation sogar drei Schulen im Atlasgebirge, Marokko.

5 Jahre Abury

5 Jahre Abury Design Experience

Um neue Kollektionen zu kreieren, werden junge internationale Designer in verschiedenste Communities der Welt geschickt, um zusammen mit traditionellen Kunsthandwerkern zu arbeiten. Das macht Abury in Form eines internationalen Designercontests, also einem Wettberwerb, der gerade stattfindet. Modedesigner weltweit können sich bewerben und gehen mit einem Video durch das Bewerbungsverfahren. Der Gewinner oder die Gewinnerin fliegt in die jeweilige Crafts Community und entwickelt dann die neue Kollektion. Während des Events wurden die Finalistinnen bekannt gegeben. Die Idee dahinter ist es, altes Kunsthandwerk zu bewahren, weil es mit der Zeit immer weiter am aussterben ist und die Möglichkeit gegeben werden soll, dieses weiter auszuüben. Abury möchte Jungdesignern Jobs und die Möglichkeit verschaffen, eine eigene Capsule Collection zu entwickeln, sich zu etablieren und gleichzeitig nachhaltig zu arbeiten. Daraus entstehen die Modeaccessoires, die online und offline verkauft werden. Die nächste Kollektion wird in Chile entstehen. Der Gewinner oder die Gewinnerin kommen üblicherweise für eine Woche nach Berlin, um die Werte Aburys kennen zu lernen und erste Ideen zur Kollektion mit dem Abury Team zu entwickeln.  Danach fliegen sie zur jeweiligen Community. Die Designer leben dort für 6-8 Wochen mit den Kunsthandwerkern zusammen.

Bewerbungen kamen dieses Jahr aus 23 Nationen. Während des Events wurden die drei Semi Finalistinnen bekannt gegeben:

  • Layla Chelache, United Kingdom
  • Patricia Quiroga Lopez, Colombia
  • Suzanna James, United Kingdom

Es bleibt spannend, wer gewinnen wird und die AW19 Kollektion in Chile entwickeln darf. Die Gewinnerin wird auf Facebook via Live Video bekannt gegeben.

Tradition auf neuen Wegen

Andrea selbst hat erzählt, man denke schon bezüglich der AW19 Kollektion über eine Kinderkollektion nach. Gestrickte kleine Schuhe, Accessoires wie Kuscheltiere und ein dazu passender witziger Poncho für die Mama gehören dabei zu ihren Vorstellungen. Außerdem wollen sie in den nächsten Jahren noch nach Asien. Bisher hatten sie weniger Bezug zu diesem Kontinent. Man hat sich eher auf Südamerika und Afrika konzentriert, da Andrea vor 12 Jahren nach Marrakech gezogen ist und sich dort zu ihren ersten Ideen hat inspirieren lassen.

Der spannendste Weg, den Abury allerdings nun einschlagen will, wurde nach der Verkündung der Design Experience Finalistinnen bekannt gegeben: Das Brand hat sich für verschiedene Accelerator beworben und einer hat sich nun dafür entschieden, ab August mit ihnen zusammen arbeiten zu wollen: Der Fernsehsender QVC NEXT! Das heißt, Abury wird Teleshopping als neuen Verkaufskanal testen, denn QVC NEXT ist der Meinung, gute Geschichten erzählen zu können. Es wird spannend bleiben, wie gut sich die Accessoires dort verkaufen werden. In jedem Fall kann so eine ältere Zielgrupppe erreicht werden, die noch eine gewisse Affinität zum Handwerk besitzt. Die Kunsthandwerker sollen schon schwitzen und freuen sich darauf, viel arbeiten zu dürfen.

Autorin und Fotos: Julia Brychzy

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