VIEW.20- Modenschau der AMD Berlin 2020

View.20 – Modenschau der AMD Berlin 2020 – Show 2

In der zweiten Show am Abend des 15. Februar 2020 um 19:30 Uhr präsentierten die Absolventen des Studiengangs Mode Design (B.A.) der AMD Berlin in der Villa Elisabeth in Berlin ihre Kollektionen auf dem Runway. Unter dem Titel View.20 zeigte die Akademie Mode und Design Berlin nicht nur Modekollektionen, sondern im Rahmen einer Ausstellung auch die Abschlussarbeiten der Studiengänge Modejournalismus/  Medienkommunikation sowie Mode- und Designmanagement (B.A.).

Die internationalen Studiengängen zeigten in der AMD Berlin 2020 Show um 17 Uhr ihre Kollektionen. Es sind die  Absolventen des  Fashion Design (B.A) und Sustainability in Fashion and Creative Industries (M.A.).

Die Veranstaltung wurde wie auch in den letzten Jahren bis ins Detail geplant. Die Graduate Show fand diesmal im alten romantischen Gebäude der Villa Elisabeth statt. In der Location präsentierten auch schon Dorothea Schumacher und Lou de Bètoly im Rahmen der Fashion Week. Um zum Runway im Saal der ersten Etage zu gelangen mußten die Gäste über eine breite alte Treppe schreiten.

Nach der Modenschau feierten die Absolventen mit Familienmitgliedern, Freunden, Dozenten, Presse und Modeliebhabern. Besonders freuen konnte sich Michelle Bohnes mit ihrer Kollektion „Delightful Horror“. Sie wurde von einer 3-köpfigen Expertenjury als Beste des Jahrgangs ausgezeichnet. Zur Jury gehörten in diesem Jahr Marina Hoermanseder (Designerin), Julia Freitag (Gründerin und Geschäftsführung styleproofed) und Herbert Hofmann (Creative Director, Buyer).

Autorin: Lotte Mai Hirsch- Fotos: KOWA-Berlin

VIEW.20- Modenschau der AMD Berlin 2020

Kenzo Noss – Dominating Discovery

Eröffnet wurde die Show mit der Kollektion „Dominating Discovery“ von Kenzo Noss.
Ein Mix von Satin, Seide, Federn hinterließ einen einzigartigen Hauch von moderne Haute Couture. Von starken Silhouette mit Schulterpolstern bis hin zu zwarten, transparenten und auch sehr weiblichen Formen zeigte Kenzo Noss, dass starke Frauen nicht nur in Blazer eine starke Figur machen müssen. Absolutes Highlight war das finale Abendkleid mit roten feinen Federn ab Kniehöhe, transparenter Schenkelpartie und einem kurzen schwarzen Overdress mit Struktur und massiven Reißverschluss in der Taille.

Sarah Landowski – Synergie

In jadesalbeigrün, Petrol- und Türkistönen, orientiert an den Farben des Nils- der Lebensader Ägyptens, schritten die Models Landowskis in etwas casualer Mode den Laufsteg entlang. Durch Haptik der Stoffe und der Farbklichkeit verlieh Sarah Landowski dem doch eher alltagstauglichen Looks eine einzigartige Finesse und Eleganz, welche beeindruckt. Besonders die eleganten Accessoires wie Handtaschen mit rundem Metallhenkel und Krokomuster werden durch die Outfits in Szene gesetzt. Ein Mix aus Sportlichkeit und Eleganz der sich zeigen lassen kann! Inspiration waren für Landowski die ägyptischen Gottheiten.

Marylin Espey – Shaped Identity 

Auch Marylin Espey trifft einen ästhetischen Nerv mit ihrer herbstlichen Farbwahl. Die raffiniert gewählten Stoffkombinationen aus Seide, Leder und Jeans erzeugen auch bei ihr eine sportliche aber sehr elegante Wirkung. Man taucht ein in einen Herbsttag voller Leichtigkeit und ist zusätzlich auch noch bequem gekleidet. Von gecutteten weiten Stoffhosen bis hin zu asymmetrischen leichten Oberteilen überzeugt Espey das Publikum von ihrem Konzept der „shaped Identity“.

Philipp Lockhorn – Century

Nach doch mehr eleganten Looks bricht Philip Lockhorn die Eleganz mit Streetwear aus einer neuen Sichtweise. Mit dem harten Lied “Bengalische Tiger” von Marteria versetzt er auf jedenfalls das Publikum in Spannung und erhalt somit schnell die volle Aufmerksamkeit. Männliche Models in klobigen Senkern, gesteppten Westen und Jacken treffen auf weitere Models in doch eher schicken Jackets und Stoffhosen. Accessoires wie Baseballschläger, Golfschläger und Mundschutz lassen eine Andersartigkeit aufkommen, wie man sie aus dem Golf- oder Baseballsport eher nicht kennt. Akzente setzt Lockhorn mit kleinen details, wie orangenen Gürteln, Stiften oder Spraydosen. 

VIEW.20- Modenschau der AMD Berlin 2020

Nicole Pieper – Duality of Men

Der Begriff „Duality“ schreit förmlich nach Zwiespalt. Den Anspruch erfüllt Nicole Pieper auch von beginn an. Leichte Stoffe welche Asymmetrisch am Körper des Models. Die maskulinen und weiblichen Silhouetten hinterlassen ein Gefühl von Verschmelzung. Raffenden am Mann und Schulterpolster an der Frau werden erfolgreich in Szene gesetzt. 

Viktoria Jung – Hanran

Im Einklang mit asiatisch angehauchten Musik schreitet das erste Model in rosa und weiß den catwalk hinab. Auch hier ist Asymmetrie ein Thema. Das Publikum ist angetan von den satten Farben und den stehenden Stoffen der folgenden Looks. Auch Jung vermischt alltagstaugliche Hosen mit schlichten aber elegant geschnittenen Jacken und Oberteilen. 

Lisa Musungu – Aché! Aché! Aché!

Aché ist eine indigene Gruppe die im Osten Paraguays lebt  und die aufgrund ihrer Lebensweise zu den Jägern und Sammlern gezählt werden kann. Diese Geschichte erzählt Lisa Musungu mit ihrer Kollektion unterstrichen von passender Musik. Luftige Seidenstoffe in sandigen Tönen und Leinenstoffe mit schicken Schnitten werden von Ledergürtel zum Binden gehalten. Die Weiblichkeit wird durch taillierte Silhouetten besonders schön in Szene gesetzt. Zwischen casualen looks findet sich auch ab und zu ein elegantes Seidenkleid- ob lang oder kurz. 

Julius Maasmeier – Kindheitsfantasien

Sportliche Schlichtheit trifft auf Knallige Muster mit eleganter Haptik. Maasmeier beschreibt m it seiner Kollektion Fantasien welche das Publikum durch die ins detail designte Looks direkt spüren. Weite gepuffte Westen, Stoffjacken mit Rückenprint, der Mix aus femininen und maskulinen Zügen und auch das ein oder andere Basicteil verursachen beim b Betrachter wahrlich Fantasien. 

Elena Hofmann – Nova Signa

Vom ersten Outfit an ist das Publikum. Gefesselt von den filigranen ungleichmäßigen Röcken, welche Elena Hofmann lediglich mit zarten Bodys  kombiniert. Es folgen warme Töne  und tragbare Schnitte. Gesteppte Oberteile, Taillengürtel zum binden und figurbetonte Kleider und rocke ziehen sich durch die gesamte Kollektion. 

Michelle Bohnes – Delightful Horror

Der anfangs friedliche Klang aus den Musikboxen täuscht, denn es folgt Goa/Psychadelic und Models in aufwendig gesteppten Jacken in dunklen Tönen, weiten flatternden Hosen und abstrakten Oberteilen in Metallic. Accessoires bilden in Michelle Bohnes enorm große Stepptaschen in futuristischem Design und abstraktem Kopfschmuck. 

Die Übergröße in beinahe jedem Look bei mindestens einem Teil wird durch organische Formen besonders stark in Szene gesetzt.

Alina Grande – Woman Nature

Leder- Seide, hart vs. Weich- Grande interpretiert die Natur der Frau auf extravagante Art und Weise neu. Auch hier rücken flatternde, weite Stoffe in den Vordergrund in Form von Jumpsuits, Kleidern und Mäntel. Fließende Übergänge in Farben der Stoffe und eine härte, erzeugt durch Leder lassen die Kollektion von Alina Grande in Szene setzen.

Chiara Mayer – Power to the People

Auch die Performance von Chiara Mayer hinterlässt beeindrucktes Publikum. Durch Taschen in jeglicher Form wird die Funktionalität und durch gedeckte Farben wie, senfgelb, Marineblau, cremeweiß die Einheit der Modelarmee deutlich. Lässig geschnittene Hosen und Blusen sowie Strickelemente erzeugen eine Vielfalt in Farbe und Struktur Mayers Kollektion.

Hanna Huttanus – bonded forces

Gleich das erste Outfit zeigt- die Kollektion ist anders. Besonders. In aufwendig geschmückten lanvendelfarbenen Kleid, mit einer hautfarbenen Korsage welche scheint, als wäre das Kleid darunter Rock und Oberteil betritt das erste Model den Laufsteg. Anschließend folgt ein blauer Kimono und daraufhin wieder der bekannte lavendelfarbene Stoff. Sowohl das kräftige Blau als auch der verzierte lavendelfarbene Stoff kehren Immer wieder in Form von Jacken, Ärmeln, Hosen. Auch die steifen Korsagen, welche zum Markenzeichen der Kollektion werden erscheinen in diversen Kraftttönen wieder auf. 

Nazgül Tulobaeva – NOMAD

Tulobaeva  bedient in ihrer Kollektion jegliche Silhouetten- Wickelkleid, Enge und weite Hosen, enge und weite Kleider, kurz oder lang. Die Raffinesse, welche hinter Kombination der Farben mit den einzigartigen schnitten steckt fesselt das Publikum.

Philipp Meuthien – Diderot Effekt (the new masculinity)

Mit einem kraftvollen Song (Blast off- Pharrell Williams) zeigt Meuthien seine neue Interpretation der Männlichkeit. Er zeugt, dass Männer eben n nicht nur in tristen färben auf die Straßen gehen, sondern auch schick, einzigartig und besonders colorful sein können. Mit besonders gewagter Asymmetrie ind dem ein oder anderen Look, zieht sich die Spannung über monochrome Outfits und einem Materialmix durch die ganze Show.

Carolin Moldenhauer – Frozen Delusion

Zum Ende wird es kalt- im wahrsten Sinne des Wortes. In gebleichten Jeansteilen verarbeitete Carolin Moldenhauer eiswürfelähnliche Steine ein, welche das Publikum frieren lassen beim reinen Beobachten. Neben dicken Steppjacken, gebleichten Jeanshosen und Moonboots, welche an Eskimos erinnern, haben die Models freie Beinpartien und transparente Plateauheels an und erzeugen somit das passende Bild zum Titel „Frozen Delusion“.

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