Berlinale 2013 – Berlin fiebert zum 63. Mal

Jetzt noch einmal ganz kurz durchatmen, bitte, liebes Berlin- denn für die nächsten zehn Tage ist in der Hauptstadt absoluter Ausnahmezustand angesagt. Tische im Bocca di Bacco? Keine Chance. Ein Zimmer im Adlon? Komplett ausgebucht. Durch die City mit dem Auto? Dauert locker zwei Stunden länger.

Die Internationalen Filmfestspiele mit dem hauptstadtverehrenden Titel „Berlinale“ haben die Stadt fest im Griff, und alles dreht sich nur darum: Welcher Film läuft wann und wo mit welchen Stars? Um zu seinem persönlichen Lieblingsschauspieler zu kommen, bedarf es vorher einer gründlichen Planung und einem Spielplan, denn ohne den sind selbst die Berlinale-Profis absolut machtlos. Also: Auszüge aus dem Spielplan entweder im Internet als PDF-Datei ausdrucken oder, für die iPhone Crowd, einfach die Berlinale App herunterladen. Ist übersichtlich, gut strukturiert und kostet nichts.

Aber da ist ja noch das Problem mit den Tickets: Jeder will sie, aber nur wenige bekommen sie auch. Das sind vor allem Frühaufsteher (eigentlich nur zur Berlinale), Ehrgeizige, Filmfetischisten, Berliner, die, die immer überall dabei sind und die, die sowieso jedes Jahr dabei sind, und dann noch der Rest.

Eine Bekannte stellte sich gestern um kurz vor halb sechs (morgens!) vor das Haus der Berliner Festspiele und wartete dort bis um 8 in der Kälte, bis die Türen für den Vorraum geöffnet wurden. Dann wurde nochmal bis um 10 gewartet, und erst dann wurden die ersten Tickets verkauft. Immerhin bekam sie alle Karten, die sie wollte, und war um 200 Euro ärmer. Auch wenn der „Normalbesucher“ nicht ca. 20 Karten kaufen möchte, ist dies der richtige Weg, um an die Wunschkarte(n) zu kommen. Der Verkauf startet jeweils drei Tage im Voraus.

Wer sich extra für die Berlinale ein paar Tage frei nimmt, darf keinen Erholungsurlaub erwarten: Man hetzt von Ticketkasse zu Kino und zurück und sitzt ab dem dritten Morgen mit geränderten Augen und einem Coffee to go im Kino. Aber das steckt man schon mal weg, sind ja nur 10 Tage im Jahr.

 

KURZ&KNACKIG:

  • 63. Berlinale vom 7.- 17. Februar 2013
  • über 400 Filme
  • 22 Kinos in Berlin und Potsdam (siehe Berlinale-Website unten)
  • Sektionen: Wettbewerb, Berlinale Shorts, Panorama, Forum, Generation, Perspektive Deutsches Kino, Berlinale Special, Retrospektive, Hommage, Kulinarisches Kino
  • Preisverleihung und Abschlussfilm am 16.02. (und nein, es gibt keine Karten mehr)
  • Ticketverkauf: Potsdamer Platz Arkaden, International, Haus der Berliner Festspiele
  • Preise je nach Sektion zwischen 9 und 13 Euro (ohne Ausnahmen), 50% Ermäßigung für Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger u.a.
  • Berlinale Kinotag am 17. Februar: alle Tickets für 6 Euro
  • mit Ausnahme der Sektion Generation Einlass erst ab 18 Jahren

 

alle wichtigen Infos auch unter www.berlinale.de/de/HomePage.html

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