HER – Ein Betriebssystem geht fremd

HER: Oscar® für das Beste Originaldrehbuch

Drehbuch und Regie übernahm Spike Jonze (BEING JOHN MALKOVICH) und wurde dafür mit dem Oscar® 2014 ausgezeichnet.
Im Original verleiht Scarlett Johansson (ab 27. März 2014 in THE RETURN OF THE FIRST AVENGER) dem Betriebssystem Samantha ihre Stimme.
Hier geht’s zur Film-Website: HER
Unsere Rezension zu HER, siehe unten.

Joaquin Phoenix
Joaquin Phoenix in HER (Warner Bros. Pictures)

Inhalt von HER

In einer nahen Zukunft. Theodore (Joaquin Phoenix) lebt unglücklich getrennt von seiner Noch-Ehefrau Catherine (Rooney Mara). Beruflich verfasst er sehr talentiert Texte für Jahrestage, Jubiläen und Liebesbekundungen. Das ist das Dilemma, in dem er sich befindet: selbst menschlich gescheitert, obwohl er doch weiß, wie’s geht. Da kommt es ihm gerade recht, dass sein neues Computer-Betriebssystem Samantha ein verblüffend menschliches Bewusstsein besitzt, das zudem mit einer betörend sexy Stimme (Original: Scarlett Johansson) zu ihm spricht. In Samantha findet Theodore, nach was es ihm so sehr verlangt: Uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Wäre da nur nicht Samantha’s unerschöpflicher Drang, ihr Bewusstsein kontinuierlich zu erweitern.

HER Trailer

Geliked werden kann hier

Über den Film HER

HER ist eine Betrachtung über das Wesen und die Risiken der Intimität in der modernen Welt.
„Zu den größten Schwierigkeiten in einer Beziehung zählen die wahre Aufrichtigkeit und Intimität, die man seinem Partner ebenfalls zugestehen muss. Wir entwickeln uns ständig weiter – die Frage ist also: Wie schaffen wir es, uns einander die Freiheit der eigenen Persönlichkeit zuzugestehen – jeden Tag, Jahr für Jahr? Was bedeutet das für die Entwicklung, wo führt sie hin? Kann man den Partner dann immer noch lieben?“
Noch wichtiger: Ist diese Liebe dann noch gegenseitig?” (Regisseur Spike Jonze)

Besetzung

Theodore JOAQUIN PHOENIX
Amy AMY ADAMS
Catherine ROONEY MARA
Blind Date OLIVIA WILDE
Samantha SCARLETT JOHANSSON (trotz Recherche konnte die deutsche Synchronsprecherin nicht ermittelt werden)

HER Rezension

(bezieht sich auf die Originalfassung)
Nach wenigen Sekunden weiß der Kinobesucher, dass die Umsetzung des zunächst nicht wirklich innovativ klingenden Themas “Betriebssystem erlangt Bewusstsein” in HER für die nächsten zwei Stunden sehr viel kurzweiliger sein wird. Tolle urbane Bilder strotzen nur so von Farbe. Das dargestellte Leben in einem fiktiven Metropolis wirkt sauber, geordnet und ach so erstrebenswert. Sehr detailverliebt sind die Szenenbilder realisiert (Produktionsdesigner K.K. Barrett) – Szenen wie die, in der Theodore abends allein in der Wohnung sitzt und seine Zeit damit verbringt, ein EGO-Adventure auf der 3-D Spielekonsole zu spielen, wobei die Spieleumgebung in den Raum projiziert wird. So bewegt Theodore sein Alter Ego durch animierte Schneewelten und trifft dabei auf einen drolligen Schneeball-“Jungen”, der sich ganz schnell als ein zweiter TED entpuppt. Fluchend und beleidigend lässt dieser Theodore nicht passieren und ziemlich alt aussehen. Wie Theodore es dann doch schafft, den kleinen Rotzlöffel zu überlisten, sorgt für ausgelassene Heiterkeit, von der es viel in HER gibt. Auch wenn HER am Ende sehr viel Raum für eigene Interpretationen lässt, ist es ein unterhaltsamer Film, der die Frage nach dem Für und Wider unserer fortschreitenden Technik verhafteten Passivität zumindest aufwirft.

HER Kinostart: 27. März 2014

Autor: Caspar Keller

5*: Bedeutendes Kino (sehenswert)
4*: Großes Kino (beste Unterhaltung)
3*: Gutes Kino (gute Unterhaltung)
2*: Kleines Kino (okay)
1*: Schlechtes Kino (besser ein Buch lesen)

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