Freitag , 24 November 2017
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ABURY Pop-Up-Store

„A Journey of Belonging“ – ABURY Pop-Up-Store und Kunstausstellung

Am Dienstag dem 7. November 2017 eröffnete im Bikini Berlin „A Journey of Belonging“, eine Kunstausstellung mit einem Pop Up Store. Hierbei handelt es sich um die Zusammenarbeit zwischen Künstlern des Nahen Osten und dem Label ABURY.

ABURY ist gleichzeitig eine Stiftung und ein Modelabel. In Marokko lernte Gründerin Andrea Bury das Kunsthandwerk und die traditionellen Berbertaschen schätzen. Einer deutschen Freundin brachte sie einer dieser Taschen mit, woraufhin diese fragte, ob sie nicht ein langes Band an der Tasche befestigen könne. Dadurch hatte Andrea Bury die Idee, ihre eigenen Berbertaschen entwickeln zu lassen. Bald darauf entstand in Zusammenarbeit mit marokkanischen Kunsthandwerkern die erste Kollektion. Somit war ABURY geboren. Weitere Infos über das Label sind im Interview mit Abury Gründerin Andrea Bury zu finden.

Was sie in Marokko gemacht hatte, wollte Andrea Bury auch in anderen Ländern umsetzen. Sie ging an die Berliner Modeschule ESMOD, an der sie eine Designstudentin auswählte, die zusammen mit ecuadorianischen Kunsthandwerkern eine Capsule-Kollektion entwickelte. Andrea Bury startete für die nächste Kollektion einen Aufruf, bei dem sich über hundert Modedesignstudenten aus aller Welt meldeten. Einer von ihnen wurde ausgewählt und entwickelte mit Kunsthandwerkern eine weitere Kollektion. Mittlerweile arbeiteten schon mehrere Gewinner der ABURY Design Experience mit Kunsthandwerkern von verschiedenen Kontinenten zusammen. Die Kunsthandwerker bekommen faire Löhne, der Entwicklungsprozess ist sehr transparent. Außerdem fließen fünfzig Prozent der Erlöse in die ABURY Foundation, die interkulturelle Projekte und Bildung fördert, wie etwa ein Alphabetisierungsprogramm in Marrakesch.

ABURY Pop-Up-Store – Interkulturelle Zusammenarbeit

Im ABURY Pop-Up-Store findet man einige der Taschen und Accessoires, die traditionelles Kunsthandwerk und modernes Design in sich vereinen. Clutches aus Peru sind hier ebenso zu bestaunen, wie Schmuck aus Äthopien, Schals und Mützen aus Ecuador und die Berbertaschen, für die ABURY so bekannt ist. Feine Stickereien und Musterungen verleihen den in sorgfältiger Handarbeit gefertigten Designs einen einzigartigen Look.

Neben der nachhaltig produzierten Mode von ABURY gehören auch die Kunstwerke von Künstlern aus dem Nahen Osten zu „A Journey of Belonging“. Die meisten Kreationen sind geprägt von den Erfahrungen der Künstler in ihren Heimatländern, so auch die Kunstwerke von Hiba Alansari und Fadi al Hamwi.

Hiba Alansaris 

Besonders hervor sticht Hiba Alansaris Nachstellung einer Explosion. Aus Stoff stellt sie die Bombenexplosionen in ihrem Heimatland Syrien dar. Auch ihre anderen Kunstwerke nehmen Bezug auf Syrien. Die bunten, an fröhliche Kinderbasteleinen erinnernden Bilder zeigen Anhänger des IS und bilden dadurch einen starken Kontrast zu der Angst, die die Terrororganisation in Syrien und vielen anderen Ländern verbreitet. Die Tiergemälde von Alansari sind von ihren eigenen Albträumen inspiriert.

 

Fadi al Hamwi

Auch al Hamwi nimmt Bezug auf das Leben in seinem Heimatland Syrien. Die von ihm gezeichneten Tiere symbolisieren den im Krieg so allgegenwärtigen Tod, jedoch ebenfalls den Mut und die Kraft zu kämpfen, auch wenn die Situation ausweglos erscheint. Für letzteres steht vor allem die auf dem Rücken liegende Kuh, die die Beine nach oben gestreckt hat: Trotz dieser Situation versucht sie wieder aufzustehen.

„A Journey of Belonging“ ist ein gelungenes Projekt, das das Interesse an anderen Kulturen weckt und kann noch bis zum 25. November 2017 besucht werden.

A Journey of Belonging
Exhibition Project and ABURY Pop-Up-Store
7. – 25. November 2017
Bikini Berlin, 1st Floor
Budapester Str. 38-50

Autorin: Sophie de Frenne – Fotos: KOWA-Berlin

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