Freitag , 3 April 2020
HFK Bremen @ Neo.Fashion 2020 - Graduate Show

HFK Bremen @ Neo.Fashion 2020 – Graduate Show

Die NEO.Fashion. Show geht in die dritte Runde! – Im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week präsentierten am 13. Januar 2020 über 70 Absolventen und Absolventinnen von 9 Modehochschulen aus ganz Deutschland ihre Abschlusskollektionen. Aufgeteilt auf jeweils drei Hochschulen pro Show konnte man sich um 17 Uhr, 19 Uhr und 21 Uhr jeweils die Abschlussarbeiten im Reef Berlin des Vienna House Andel’s Berlin anschauen. Nach der HAW Hamburg, Angewandte Kunst Schneeberg und der HS Hannover zeigen die Graduierten der HFK Bremen als vierte ihre Kollektionen.

Autor: Charlotte Westphal – Foto: KOWA-Berlin

Designer der HFK Bremen Neo.Fashion 2020 Show

Felipe Asán Escobar – Poetic brutality and the death of a rabbit

Den Anfang macht Felipe Asán Escobars Kollektion, welche sich mit den katholischen Ansichten gegenüber Gender auseinandersetzt. Die überaus Queeren Entwürfe in gelb, rosa und rot stehen in starkem Kontrast zu der Farbe schwarz. Neue opulente Volumina treffen auf Hautenge Latexhandschuhe und freie Schulterpartien. Neben einer dekonstruierten Hose, welche nun als Rock fungiert, sind zudem eine Art angefügte Schleppen an den Hosenbeinen sehr interessant.

Marie Siekmann –  mother – Eine Kollektion über Aneignung

“mother- Eine Kollektion über Aneignung” ist eine sehr persönliche Kollektion. Inspiration der Masterkollektion ist die Herkunft Marie Siekmanns mit Fokus auf dem Heranwachsen im Ruhrgebiet der 2000er. Zum Thema Aneignung hat sie die Schnitte gefundener Kleidung abgenommen und in einen neuen Kontext gebracht. Das Resultat ist eine dunkelgehaltenen Kollektion mit viel PVC und Gloss-Optik. Ein weiterer Hingucker ist ein gigantischer Gürtel mit übergroßen Karabiner.

Carolin Becker –  Das Fragment: Mensch vs. Stein

Die Nichtigkeit des Menschen im Bezug auf das Große Ganze und das unausweichliche Ende mit der Transformation zu Stein sind Themen Carolin Becker’s Masterkollektion. “Das Fragment: Mensch vs. Stein” besticht durch seine Coverstyles: vom dekonstruierten lila-blau schimmernden Ledermantel zu einer Jacke, die im Vorderteil typische Merkmale eines “Pufferjacket” zeigt, während das Rückenteil an einen Parker erinnert. Als cooles Accessoire hält man statt einer Tasche ein paar Schuhe in der Hand.

Maja Spence –  OBJECT/SUBJECT

Mit “OBJECT/SUBJECT” erkundet Maja Spence, materielle und immaterielle Grenzen, verzerrt sie und definiert das Subjekt-Objekt-Verhältnis der Trägerin zur Mode neu. Die Kollektion beginnt mit monochromen hellblauen Looks über Rosa zu beige, orange und schließlich einem ganz schwarzen Outfit. Als Roter Faden gelten silbern ummantelte Karabiner, die sich als Accessoire an jedem Look wiederfinden.

Luca Josefine Voss –  Fiktion Wir

Die Masterkollektion “Fiktion Wir” setzt sich mit Zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander und wie man das Gegenüber durch seine subjektiven Sinne erfährt. Die Gegenüberstellung von Diversität und Gemeinschaft wird durch einen Digitalprint ausgedrückt, der Gesichter im Line-Art Stil darstellt. Ruhige Farben treffen auf Kräftiges Blau, eine Art Patchwork Mesh-Oberteil auf den fließenden Stoff der Hose. Die Kollektion kulminiert in einem dekonstruierten Goldbraunen Mantel.

Sassan Eskandarian –  Who Sampled, Who Cares?

Sassan Eskandarian bezieht sich auf das Sampling aus der Musikbranche und überträgt diese Technik auf die Mode. Knallige Orangetöne treffen auf grau und hellblau der Herrenkollektion. Sportliche Kontraste von sowohl Materialien, als auch Farbe – sei es ein Trenchcoat, der in der hinteren Mitte geteilt ist oder Hosenbeine, die innen eine andere Farbe haben, als außen – beherrschen “Who Sampled, Who Cares?”. Dies wird von einem floralen Digitalprint und einer 7/8-tel Hose ergänzt.

Daniel Pantaleo –  Call me a Taxi

Der Titel “Call me a Taxi” symbolisiert den Fluchtgedanken und persönlichen Ausweg vor den entscheidenden Fragen der Verbindung von Träger und Kleid. Daniel Pantaleo’s Masterkollektion hinterfragt in dunklen “Grunge”-Looks wie man gleichzeitig eine Ästhetik schaffen und Mode als Sprache nutzen kann. Interessant sind dabei die überkreuz getragenen Tasche, die als beulige Form aus der geraden Fläche entstehen, mit Bleach erzeugte Farbverläufe und die Outfits teilende Reißverschlüsse.

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