Samstag , 8 August 2020
Tschau HTW Graduate Show 2016

Tschau HTW Graduate Show 2016 – Modenschau in der Willner Brauerei

Gestern, am 11 Juni 2016 öffnete ab 19 Uhr die Willner Brauerei in Prenzlauer Berg ihre Tore für viele Modebegeisterte, Blogger und Presse, Familien und Freunde. Unter dem Thema „Tschau“ fand dort die Modenschau der diesjährigen Modedesign-BachlorabsolventenInnen der HTW Berlin statt. In rustikal, gemütlicher Atmosphäre zeigten die 11 ehemaligen Studenten 11 unterschiedliche Kollektionen, sowohl für DOB, als auch HAKA.

Um die selbst organisierte Modenschau zu finanzieren, haben sich die Absolventen, wie schon ihre Vorgänger, für das Crowdfunding über Startnext entschieden. Hierbei kann ein Jedermann zum Sponsor werden und auch dieses Mal war dies ein voller Erfolg. Als Dankeschön boten die Bachelors verschiedenen Gegenleistungen u.a. einen Rucksack-nähen-Workshop usw.

Zu Beginn konnten sich die Besucher in den 3 zusammenhängenden Räumen der Location die Fotoausstellung der anschließend gezeigten Kollektionen ansehen und einen ersten Vorgeschmack bekommen. Um 20 Uhr war es dann soweit. Vor ausverkauftem Haus und mit musikalischer Unterstützung eines Lives-Djs starteten die Models ihren Weg durch die Räumlichkeiten. Durch die verteilten Sitze der Zuschauer, sowie den zusammenhängenden Räumen bekam man einen erstklassigen Blick auf die Kollektionen.  Zudem ermöglichte es die Runwaychoreografie, dass stets ein Model in jedem Raum sich aufhielt und somit keine Langeweile entstand. Beim Final Walk beklatschte das Publikum die 11 Designer, die nochmals mit einem Model sich zeigten.

Tschau HTW Graduate Show 2016

Die Kollektionen der Tschau Modenschau waren erfrischend und zeigten gut die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Absolventen. So befassten sich manche mit privaten Ereignissen, als Inspiration, andere mit dem Thema Nachhaltigkeit oder der Wandel unserer Gesellschaft. Es wurde mit Print gearbeitet, gestickt, gehäkelt, viele Materialien gemixt und besonders auf die Haptik fokussiert. Alle Kollektionen hatten jedoch gemein, dass viel Wert auf Verarbeitung und Nachhaltigkeit (z.B. fake fur) gelegt wurde.

Im Anschluss konnte man mit den Bachelors noch persönlich ins Gespräch kommen, es wurden Interviews geführt und viele Gratulationen zu einer tollen Show ausgesprochen. Und auch wir von Fashionstreet-Berlin gratulieren zu einer wunderbaren Show und wünschen alles Gute für die Zukunft der Jungdesigner und sagen noch ein letztes Mal TSCHAU!
(Unser Video folgt in den nächsten Tagen, einfach nochmal reinschauen….)

Autor: Susanna Bouchain – Fotos: KOWA-Berlin
DIE FOTOS DÜRFEN WEDER KOPIERT NOCH VERÖFFENTLICHT (zB. Facebook) WERDEN!
Anfragen zur Fotonutzung an: Jens@kowa-berlin.com
Tschau HTW Graduate Show 2016

Elisabeth von der Thannen- “Vorbild”

Überlange Ärmel, Fäustlinge, Ösen als Verschlussmöglichkeit und Materialmixe von Baumwolle und PVC bilden die Kollektion „Vorbild“. Elisabeth ließ sich von Erinnerungen an eine Freundin leiten und schuf eine wundervolle Hommage. Highlight der Kollektion, die mit Lötkolben bearbeitete PVC Bomberjacke.

Laura Stolz- “Painting by numbers”

Laura führte am Anfang ihrer Kollektion Gespräche mit Kindern im Kindergarten, ließ sie Wolken beschreiben und malen. Diese hat sie aktiv in ihre Outfits eingearbeitet, klischeehaft viel mit babyblau und rosa gearbeitet und herausgekommen ist „Painting by numbers“, eine sehenswerte Kollektion, die einen in Kindheitserinnerungen schwelgen lässt.

Svenja Wallenstein- “Großartig”

Mit ihrer Kollektion „Großartig.“ beschäftigte sich Svenja mit dem Narzissten in der Gesellschaft und wie diese ihn beeinflusst. Umgesetzt hat sie dies besonders deutlich in ihren Latzhosen, die verschlossen, geöffnet und verdeckt werden können. Sie verwendete Materialien, die sich besonders gut auf der Haut anfühlen und Lust machen sie anzufassen, u.a. Samt.

Myriam Hofman- “Die Welt gehört dem, der sie genießt!”

Mit „Die Welt gehört dem, der sie genießt!“ spricht Myriam wahre Worte. Sie ließ sich von der beschleunigten Welt um uns herum inspirieren und wie die Menschen in dieser vergessen, ihr Leben zu genießen. Um dem entgegen zu wirken legte auch sie besonderen Wert auf die Haptik der Stoffe und arbeitet geflochtene Extensions in ihre Outfits ein. Ein Hingucker!

Katharina Heid- “damals und heute”

Simple ging es auch. Katharina ließ sich vom Wiener Geflecht alter Stühle inspirieren und herraus gekommen ist ihre Detailverliebte „damals und heute“ Kollektion. Pastellige Töne und ihr Selbstgeflochtenes ziehen sich durch die ganze Kollektion.

Lennart Meyer- “Industrial Standarts”

Inspiriert durch den Funktionalismus in der Industrie und Do Ho Suh´s Kunstwerke entwarf Lennart die Herrenkollektion „Industrial Standarts“. Layering und Materialmixe verleihen der sportlich/eleganten Kollektion einen besonderen Charme. Lieblingslook: Herrenschürze über Rollkragenpullover.

Maria Bohn- “version 2.0”

Kafka und der Prozess von Verwandlungen waren Marias Anstoßsteine zu ihrer Kollektion „version 2.0“. Ihre Outfits zeigen die Zwischenschritte einer Verwandlung von festem Zucker, zu einer chaotischen unkontrollierbaren Masse. Highlight der Kollektion ihr Bodenlanges rotes Kleid, mit ihrem giftig roten Zuckerwürfel Print. Auch Maria legte Fokus auf die Haptik der Stoffe. Passende Rucksäcke rundeten ihre Outfits ab. Ein Highlight der Show!

Sabrina Schweizer- “in front of the window”

Der gesellschaftliche Wandel von der Agrargesellschaft hin zur Industriegesellschaft inspirierte Sabrina zu ihrer „in front of the window“ Kollektion. Liebevoll verarbeitete ältere Stoffe oder Biobaumwolle, kombiniert mit Polyester, zeigten jenen Wandel. Ihr ernstes Thema hat sie in eine lässig, feminine Kollektion umgesetzt.

Lukas Städler- “Привет“

Sein Familienhintergrund, sowie im Allgemeinen die Einwanderung von Russen nach Deutschland, Plattenbauten und Ghettoleben leiteten Lukas zu seiner „Привет“ Kollektion. Seine Outfits fallen mit ihren wilden Muster- und Farbmixen auf und besitzen einen trashigen ironischen Charme, der seine Kollektion so sehenswert macht.

Natalie Soroko- „Density“

Für ihre „Density“ Kollektion ließ sie sich von den Fotografien des Fotografen Michael Wolf inspirieren, der Hongkonger Hochhäuser ablichtet. Die Dichte der vielen Häuser und Fenster übertrug Natalie in Form von Prints und Plissee. Auch sie spielt mit Material und Formkontrasten. Eine gelungene Kollektion, die die Überbevölkerung aus der Modeperspektive erleuchtet.

Elise Wiegelmann- „Herz über Kopf“

Das Beste kommt zum Schluss. „Herz über Kopf“ ist laut, bunt und wild, voller Farb- und Form mixe und detailreich mit Stickereien versehen. Elise verarbeitet in ihren Outfits ein privates Ereignis, zielt jedoch auf den fakt, dass ein jedermanns emotionales Herz, über dem rationalen Denken des Kopfes steht. Highlight ihrer Kollektion sind die vielen aufwendigen Stickereien, die Sie an Tattoos erinnern, ebenfalls eine Herzensangelegenheit von Elise.

Tschau HTW Graduate Show 2016 – Impressionen

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