Dienstag , 15 Oktober 2019

Antti Asplund – Heterophobia

Schon der Name „Heterophobia“ ließ erahnen, dass es sich bei der Show von Antti Asplund Heterophobia weniger um eine klassische Modenschau, sondern mehr um ein Statement zum Thema Gleichberechtigung handeln würde.

Doch wie der finnische Künstler Antti Asplund diese Aussage umsetzte, hatte so wohl niemand erwartet:
Schon als das erste Model den Laufsteg auf dem Showfloor im Magazin der Heeresbäckerei in Kreuzberg betrat, steckten einige Zuschauer die Köpfe zusammen und angesichts einiger sehr exzentrischer Outfits waren die Reaktionen meist eine Mischung aus Amüsement, Entsetzen und purer Begeisterung.

In Kombination mit „Accessoires“ wie Motorradhelmen, Taucherbrillen, Gasmasken und Regenbogen-Flaggen präsentierte der Finne die Teile aus seiner Produktlinie: Tops, Mützen und Slips mit Aufschriften wie „Transgender Riot“, „Heterophobia“ oder dem dazugehörigen Logo. Tüll, farbige Extensions und bunte Schminke kreierten einen unverwechselbaren Look, der durch die individuelle Besprühung von Schuhen  – meist Dr. Martens – und Kleidern eine künstlerische Note bekam.

Hatte man geglaubt, sich so langsam an den „Heterophobia-Stil“ gewöhnt zu haben, so schaffte es Antti Asplund Heterophobia immer wieder aufs Neue, die Zuschauer zu verblüffen: Eines der männlichen Models betrat den Laufsteg im WM-All-Over-Look, ausgestattet mit schwarz-rot-goldener Perücke, Deutschland-Flagge und der Aufschrift „7-1“ auf der Brust. Eine Satire auf den Patriotismus oder einfach nur ein kleiner Scherz? Im Publikum löste diese Aktion jedenfalls leises Gelächter aus.

Öffentliche Aufmerksamkeit erregte Antti Asplund erstmals, als er auf der „Pride Week“ in Helsinki eine kleine Produktkollektion verkaufte. Mit seiner Vision, ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen, fand er zahlreiche Anhänger, die sich selbst „The Caravan“ nennen. Seitdem betreibt der Finne mit seiner Crew und seinen außergewöhnlichen Shows eine Art „Guerilla Marketing“, womit er weltweit für Aufsehen und Begeisterung sorgt.

Autor: Marlene B. – Fotos: KOWA-Berlin/ Nelofee
Antti Asplund Heterophobia

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